VPN ist ein Muss (Teil 30)

Von der chinesischen Regierung werden viele westliche Apps und Internetseiten blockiert. So sind in ganz China alle Google-Anwendungen (inklusive der Suchmaschine, des Play Stores und Google Maps) nicht erreichbar. Auch nahezu alle großen Social Media Dienste wie Facebook, Instagram, Snapchat und WhatsApp sind der chinesischen Bevölkerung nicht oder nur eingeschränkt zugänglich, genauso wie die Websites vieler ausländischer Nachrichtenagenturen. Wer dennoch all diese Dienste nutzen will und uneingeschränkt im Netz surfen möchte, sollte noch vor Antritt einer China-Reise eine sogenannte VPN („Virtual Private Network“) installieren. Für Smartphones gibt es im App bzw. Play-Store unzählige solcher Apps, mit denen man die Sperre umgehen kann. Da der Besitz einer solchen Anwendung zum jetzigen Zeitpunkt nicht illegal ist, benutzten auch viele Chinesen und ausländische Unternehmen eine VPN.

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Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 29 über Dinge, die du vor einer Taxifahrt in China wissen solltest.

Niuroupaomo – ein Gericht, bei dem man im Restaurant selbst Hand anlegen muss

In den nächsten Wochen stelle ich euch insgesamt drei Gerichte vor, die Spezialitäten von Xi’an sind und jeweils eine ganz besondere Geschichte haben. Freue dich auf die wohl längste Nudel der Welt mit dem gleichzeitig kompliziertesten Schriftzeichen der Welt, die Urform des Hamburgers und auf ein Gericht, bei dessen Zubereitung der Restaurantgast selbst Hand anlegen muss. Zusätzlich empfehle ich gerne noch einmal meine Reportage über den chinesischen Feuertopf.

Kannst du dir vorstellen von einem Koch gebeten zu werden, ein Teil deines Essens selbst zuzubereiten? Z.B. das Gemüse für deiner Suppe kleinzuschneiden? Nein? Nun ja, genau das passiert, wenn man in Xi’an Niuroupaomo bestellt. Um das Gericht zuzubereiten muss nämlich ein Brötchen in möglichst kleine Stücke zerbröselt werden, je kleiner desto besser. Um dies zu gewährleisten und die aufwendige Arbeit nicht selbst erledigen zu müssen, wird die Aufgabe einfach an den Gast übertragen. Und so saß ich schon öfters im Restaurant mit einer Schüssel vor mir, in die ich geduldig mein Brötchen bröselte. Zur Einordnung: Meine Bestzeit war eine halbe Stunde, in der Regel brauche ich sogar vierzig Minuten. Chinesen sind zwar häufig schneller, brauchen aber auch mindestens eine viertel Stunde. Wenn man sozusagen fertig gebröselt hat bringt man die Schüssel zum Koch, der diese dann mit einer Brühe aus Fleisch und Nudeln befüllt (und dafür keine fünf Minuten braucht). Das daraus entstehende Gericht ist nicht nur wahnsinnig lecker, sondern zugleich unwahrscheinlich sättigend. Solltest du auch einmal in Xi‘an Niuroupaomo bestellen, wunder dich also nicht, wenn der Koch dir eine Schüssel und ein Brötchen gibt, jetzt weißt du ja was zu tun ist.

C wie Chuzuche (Teil 29)

Chuzuche (出租车) ist die chinesische Übersetzung für Taxi. Bei diesen gibt es gleich mehrere Dinge zu beachten, zum Beispiel dass es offizielle und inoffizielle gibt. Die inoffiziellen Taxis erkennt man schlichtweg daran, dass man sie nicht erkennt. Sie haben weder einen Taxischriftzug noch eine besondere Lackierung, sondern stoppen einfach am Straßenrand, wenn man so aussieht, als brauche man eines. Als Ausländer ohne Sprachkenntnisse ist es ratsam sich von solchen inoffiziellen Taxis fernzuhalten, da ein Taxameter fehlt und man leicht über den Tisch gezogen werden kann. Ebenfalls gibt es häufig Männer auf Motorrollern, die Personen häufig sehr preiswert von A nach B befördern. Generell sind aber auch die offiziellen Taxis in China sehr billig und kosten so manches Mal so viel wie ein Busticket in Deutschland. Ach ja, und noch eine Kleinigkeit: Auch wenn die günstigen Preise für Ausländer verlockend sind, sollte man selbst mit einem offiziellen Taxi nur dann fahren, wenn man den Weg beschreiben kann oder zu einer bekannten Sehenswürdigkeit möchte, die Mehrheit der Taxifahrer hat nämlich zumindest in Xi‘an kein Navi und spricht kein Englisch.

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Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 28 über Glücks- und Unglückszahlen.

Roujiamo – der erste Hamburger der Welt

In den nächsten Wochen stelle ich euch insgesamt drei Gerichte vor, die Spezialitäten von Xi’an sind und jeweils eine ganz besondere Geschichte haben. Freue dich auf die wohl längste Nudel der Welt mit dem gleichzeitig kompliziertesten Schriftzeichen der Welt, die Urform des Hamburgers und auf ein Gericht, bei dessen Zubereitung der Restaurantgast selbst Hand anlegen muss. Zusätzlich empfehle ich gerne noch einmal meine Reportage über den chinesischen Feuertopf.

Begibt man sich auf den Weg in das muslimische Viertel von Xi’an, begegnet man ihm unweigerlich, der Urform des im Westen so beliebten Hamburgers. Zwar gibt es auch in China McDonalds und Co., doch nur hier findet man den eigentlichen, ursprünglichen Hamburger (so wird es zumindest häufig behauptet). Wer jedoch eine Art Big Mac erwartet wird enttäuscht, denn Tomaten, Salat oder Ketchup sucht man auf ihm vergeblich. Der sogenannte Roujiamo ähnelt vielmehr einem Sandwich und besteht aus nichts weiter als einem Stück Brot, das mit Rindfleisch gefüllt wird. Umgerechnet 1,90€ (15 RMB) muss man in Xi’an in der Regel für einen solchen Hamburger bezahlen. Vom Geschmack her ist der Roujiamo, dessen Name sich übrigens fast genauso ausspricht wie des britischen Schauspielers Roger Moore, ein echt leckerer Snack und eine willkommene Abwechslung zu anderem chinesischen Essen.

Glückszahlen (Teil 28)

In China sind Zahlen besonders wichtig, egal ob die Telefonnummer, das Autokennzeichen oder die Apartmentnummer und das Stockwerk. Sie können über Glück und Unglück entscheiden, so zumindest die weitläufige Meinung. Vereinfacht gesagt gilt: Eine 4 ist schlecht, die Zahlen 6, 8 und 9 sind gut. Doch warum? Da im Chinesischen die Betonung eines Wortes die Bedeutung grundlegend verändern kann, kann eine Zahl falsch betont schnell etwas ganz anderes bedeuten. Das chinesische Wort für die Zahl vier heißt „si“, betont man „si“ jedoch nicht mit dem vierten, sondern mit dem dritten Ton bedeutet es „sterben“. Kein Wunder also, dass man sich vor der vier in seiner Hausnummer fürchtet. Die acht klingt hingegen ähnlich wie das kantonesische Wort für „reich werden“, hat also eine positive Bedeutung. Neun, auf Chinesisch „jiu“, bedeutet mit einer anderen Betonung in etwa „lang andauernd“, also ebenfalls etwas Erstrebenswertes. Aufgrund solcher Doppeldeutigkeiten und dadurch entstehende Missverständnisse wundert es auch nicht, dass besonders ‚gute‘ Autokennzeichen versteigert werden und noch zu vergebene Telefonnummern häufig eine ganze Reihe vieren enthalten.

Wusstest du, dass Zahlen in China eine so große Rolle spielen? Schreibe in die Kommentare.
Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 27 über das Phänomen „Chinglish“.

Biangbiang Mian – Nudeln so lang und breit wie ein Gürtel

In den nächsten Wochen stelle ich euch insgesamt drei Gerichte vor, die Spezialitäten von Xi’an sind und jeweils eine ganz besondere Geschichte haben. Freue dich auf die wohl längste Nudel der Welt mit dem gleichzeitig kompliziertesten Schriftzeichen der Welt, die Urform des Hamburgers und auf ein Gericht, bei dessen Zubereitung der Restaurantgast selbst Hand anlegen muss. Zusätzlich empfehle ich gerne noch einmal meine Reportage über den chinesischen Feuertopf.

Ich liebe sie, die Biangbiang Nudeln! Man findet sie an vielen Stellen in China, aber vor allem hier in den Straßen von Xi’an in der zentralchinesischen Provinz Shaanxi. Genauer gesagt sind die Nudeln wie Roujiamo und Niuroupaomo eine Spezialität und zugleich eine Kuriosität von Xi’an.

Das Besondere der Biangbiang Nudeln ist, dass sie so lang und breit sind wie ein Gürtel, weshalb sie manchmal auch als Gürtelnudeln bezeichnet werden. Einige Restaurants zerschneiden die Nudel beim Servieren in Stücke, doch in vielen Restaurants ist es die Regel, dass die Nudel als Ganzes serviert wird (eine Nudel ist für eine Person häufig vollkommen ausreichend). In diesem Fall kann es zur Herausforderung werden die Nudel mit Stäbchen essen zu müssen, doch mit etwas Übung funktioniert es erstaunlich gut.

Die zweite Besonderheit der Biangbiang Nudeln sind ihr komplexes Schriftzeichen, welches inoffiziell das komplizierteste der Welt ist. Für Touristen ist dies insofern von Vorteil, als das sie auf der Speisekarte einfach nach dem komplexesten Zeichen Ausschau halten müssen. Tatsächlich ist das Zeichen „Biang“ sogar so kompliziert, dass man es mit dem Computer nicht schreiben kann, sondern ein Bild des Zeichens in den Text kopieren muss.

Geschmacklich ist die Nudel selbst eigentlich recht unspektakulär, durch das Zufügen von Schärfe und in Kombination mit Fleisch und etwas Gemüse schmeckt das Gericht aber sehr gut. Da es eines meiner Lieblingsgerichte ist und ich Herausforderungen liebe, habe ich selbstverständlich im Verlaufe meines China-Abenteuers gelernt, wie man „Biang“ schreibt. Klicke auf das Video, um zu sehen, wie ich das schwierigste Schriftzeichen der Welt schreibe und versuche es im Anschluss selbst einmal.

Chinglish (Teil 27)

Egal ob auf Speisekarten oder Kleidungsstücken, überall kann man es finden: Chinglish. Chinglish ist eine Zusammensetzung aus den Wörtern „Chinese“ (Chinesisch) und „English“ (Englisch). Der Begriff ist eine Anspielung darauf, dass die meisten Chinesen noch immer kaum bzw. zu großen Teilen gar kein Englisch sprechen und englische Übersetzungen daher häufig wenig sinnvoll oder schlicht falsch und komplett unverständlich sind. Dieses „Phänomen“ lässt viele westliche Chinareisende immer wieder schmunzeln und bei einer Speisekarte so manches Mal verzweifeln.

Kennst du weitere Beispiele für Chinglish? Schreibe deine lustigste Entdeckung in die Kommentare!
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Verkaufsstrategie: Belagerung (Teil 26)

Für mich war es anfangs erst einmal total nervig: Sobald ich ein Geschäft betrat, kam gleich ein Verkäufer und folgte mir auf Schritt und Tritt während ich mich versuchte umzugucken. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und weiß, dass es zu der chinesischen Mentalität gehört, seinen Gast (oder in dem Fall seinen Kunden) zu umsorgen. Im Restaurant ist es ähnlich: Sobald man eintritt, wird gleich gefragt was man bestellen möchte. In Ruhe über die Speisekarte gucken zu können ist schwierig. Von der anderen Seite betrachtet ist es auch irgendwie bemerkenswert, wie sehr man als Kunde wertgeschätzt wird.

Warst du schon einmal in China und kannst diese Erfahrung teilen? Schreibe deine Meinung in die Kommentare.

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Spucken & Rülpsen – Vorurteil oder Realität? (Teil 25)

Auch wenn Chinas Regierung das Land nach außen als modern und fortschrittlich darstellt, gibt es innerhalb der Bevölkerung doch noch einige Gewohnheiten, die dieses Bild für viele Westler unglaubwürdig erscheinen lässt: Hierzu gehört vor allem die Angewohnheit vieler Chinesen auf die Straße zu spucken, die Nase zu putzen gilt nämlich als noch unschöner. Das Vorurteil, das Chinesen beim Essen rülpsen, kann ich übrigens nicht bestätigen.

Kennst du weitere Vorurteile über Chinesen und willst wissen, ob sie stimmen? Schreibe in die Kommentare und ich sage dir, ob das Vorurteil meiner Erfahrung nach zutreffend ist.

Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 24 über die Größenunterschiede zwischen Deutschland, den USA und China.

Groß vs. klein (Teil 24)

Es ist kein Vorurteil, sondern Realität: In den USA ist im Vergleich zu Deutschland vieles größer, in China kleiner. Egal ob die Höhe des Waschbeckens, des Türspions oder der Tische und Stühle. Die Deckenhöhe und die Höhe der Türen sind ebenfalls geringer, auch im Treppenhaus muss man so manches Mal den Kopf einziehen. Darüber hinaus fallen auch die Konfektionsgrößen kleiner aus, denn die Chinesen selbst sind es auch: Deutsche Frauen sind im Schnitt 7 cm, deutsche Männer sogar 9 cm größer. In den USA musste ich damals alles eine Größe kleiner kaufen, hier in China nun alles mindestens eine größer.

Hast du auch schon einmal Länder bereist, in denen dir aufgefallen ist, dass manche Sachen kleiner oder größer sind als in Deutschland? Schreibe deine Beobachtungen in die Kommentare.

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