Groß vs. klein (Teil 24)

Es ist kein Vorurteil, sondern Realität: In den USA ist im Vergleich zu Deutschland vieles größer, in China kleiner. Egal ob die Höhe des Waschbeckens, des Türspions oder der Tische und Stühle. Die Deckenhöhe und die Höhe der Türen sind ebenfalls geringer, auch im Treppenhaus muss man so manches Mal den Kopf einziehen. Darüber hinaus fallen auch die Konfektionsgrößen kleiner aus, denn die Chinesen selbst sind es auch: Deutsche Frauen sind im Schnitt 7 cm, deutsche Männer sogar 9 cm größer. In den USA musste ich damals alles eine Größe kleiner kaufen, hier in China nun alles mindestens eine größer.

Hast du auch schon einmal Länder bereist, in denen dir aufgefallen ist, dass manche Sachen kleiner oder größer sind als in Deutschland? Schreibe deine Beobachtungen in die Kommentare.

Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 23 über den 100-Yuan-Schein.

Der 100-Yuan-Schein (Teil 23)

Die meisten Chinesen zahlen schon seit einigen Jahren nicht mehr mit Bargeld oder Kreditkarte, sondern vor allem per Handy mit WeChat Pay oder Alipay. Dies hat neben der Schnelligkeit noch einen weiteren großen Vorteil: Der größte Geldschein in der Volkrepublik China ist der 100-Yuan-Schein, der gerade einmal etwas mehr als zehn Euro wert ist, was selbst für China nicht besonders viel ist. So musste ich beispielweise mit einem Bündel aus über 150 100-Yuan-Scheinen meine Studiengebühren zahlen, da ich damals noch kein chinesisches Konto hatte. Die vom Wert her kleinste Münze ist übrigens umgerechnet 1,3 Cent wert, also etwas mehr als unser 1-Cent-Stück. Die Gestaltung der Geldscheine ist sehr einfach gehalten: Auf jedem Schein ist das Portrait von Mao Zedong.

Kannst Du Dir vorstellen, in Zukunft nur noch mit dem Handy zu bezahlen? Schreibe Deine Meinung in die Kommentare!

Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 22 über den Messenger WeChat.

Mein atemberaubendes Leben in der dreckigsten Stadt Chinas

China hat ein Problem mit Smog und in der Stadt Xi’an ist die Luftverschmutzung besonders groß. Unser Autor klärt dich über Ursachen und Auswirkungen auf. Luft anhalten!

Ich bin zwar nicht Cro, aber sobald ich meine Wohnung in China verlasse, setze ich meine Maske auf. Am Anfang war es ein komisches Gefühl, ich fühlte mich irgendwo zwischen Bankräuber und Alien. Dabei geht es um meine Gesundheit: Die Maske ist gegen verschmutzte Luft.

[Klicke hier, um den ganzen Artikel zu lesen]

Du willst wissen wie es weiter geht, wie ich täglich mit dem Smog lebe und welche unglaubliche Lösungsstrategie Xi’an momentan testet? Besuche die Website von Orange by Handelsblatt (oder klicke HIER), um meinen neusten Artikel zu lesen.

WeChat (Teil 22)

WeChat ist der Social Media Dienst, ohne den heutzutage wohl kaum ein Chinese auskommen würde. Am ehesten ist WeChat vergleichbar mit WhatsApp, umfasst aber auch viele Funktionen anderer Dienste wie Facebook oder Instagram. Doch WeChat kann noch viel mehr: Mit WeChat kann man bezahlen, sich die schnellste Busverbindung anzeigen lassen, einen Platz im Kino reservieren, einen Flug buchen, ein Taxi rufen oder sich sein Essen nach Hause liefern lassen (und noch sehr viel mehr!). Eine weitere sehr praktische Funktion innerhalb des Messengers ist, dass man seinen live Standort mit einer weiteren Person teilen kann. Hierdurch ist es unwahrscheinlich einfach sich auch innerhalb von Menschenmassen zu finden.

Du findest WeChat interessant und möchtest mehr über das Thema erfahren? Dann lese meinen ausführlichen Artikel über den Messanger bei Orange by Handelsblatt!

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Der Ausländerbonus (Teil 21)

Das man als Europäer in China auffällt ist wohl keine große Überraschung, dafür aber vielleicht der Fakt, dass Europäer häufig besser behandelt werden. So zum Beispiel im Hinblick auf Kulturunterschiede: Einem Europäer wird es schnell verziehen, wenn er in ein Fettnäpfchen tritt, kann er ja schließlich nicht wissen. Koreaner oder Thailänder haben es da schon schwerer, sie sehen den Chinesen ja irgendwie noch recht ähnlich. Darüber hinaus bekommt man beispielsweise auch hin und wieder kostenlose Getränke in einer Bar, da die Anwesenheit eines Europäers weitere Gäste anlockt und man somit zu einer Art USP für die jeweilige Location wird. Der „Ausländerbonus“ geht sogar so weit, dass man auf offener Straße angesprochen wird (so wie mir bereits mehrmals geschehen), ob man nicht als Englischlehrer arbeiten möchte, schließlich ist man der Ansicht vieler Chinesen nach viel authentischer im Unterrichten, als es ein Chinese wäre. Sicherlich ist ein solcher „Ausländerbonus“ für Expats oftmals ein Vorteil, dennoch ist dies häufig auch kritisch zu bewerten.

Was hälst Du vom Ausländerbonus? Schreibe Deine Meinung in die Kommentare!

Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 20 über Fahrräder als Verkehrsmittel der Zukunft.

Fahrradsegen oder Fahrradplage? (Teil 20)

China wird entgegen vieler Vorurteile immer umweltfreundlicher und ist in vielen Bereichen schon Vorreiter oder sogar weltweit führend, so zum Beispiel in der Nennleistung von Solarenergieanlagen. Auch das Fahrrad wird immer beliebter und ist schon lange nicht mehr ein Zeichen für Armut, sondern viel mehr ein Fortbewegungsmittel, mit dem man in den Megastädten am schnellsten und umweltschonensten von A nach B kommt (laufen ist aufgrund der großen Distanzen häufig keine gute Option). Doch das Ganze hat einen Haken: Egal ob OFO Fahrrad oder MoBike, sie sind überall. Die Fahrräder werden nicht selten auf Feldern und Highways abgestellt oder versperren ganze Bürgersteige. Vor allem wenn viele Chinesen an einen Ort müssen, sammeln sich schon einmal schnell mehrere hundert Fahrräder vor einem Gebäude, die dann den Verkehr behindern und zu Unmut führen. Dennoch bin ich großer Fan der Fahrräder und gewichte die positiven Aspekte deutlich stärker.

Glaubst Du, in Deutschland sollte es mehr Bikesharing-Angebote geben? Schreibe Deine Meinung in die Kommentare!
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Meine „Reise“ nach: Xi’an (西安)

Es ist kein Reisebericht in dem Sinne, doch da ich über all die von mir bereisten Städte einen Artikel geschrieben habe, darf Xi’an (auch wenn die Stadt mein jetziger Wohnsitz ist) keinesfalls fehlen. Nachfolgend meine Top 10 der Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die man sich in Xi’an nicht entgehen lassen sollte. Geheimtipps mit inbegriffen.

Xi’an ist eine Stadt, die auf vielen China-Rundreisen aus einem einzigen Grund inkludiert ist: die Terrakotta-Armee. Im Vergleich zur Stadt selber, deren Namen die meisten wahrscheinlich noch nie gehört haben geschweige denn richtig aussprechen können, ist die Terrakotta-Armee eine weltbekannte Sehenswürdigkeit und wird von manchen als „achtes Weltwunder“ bezeichnet. Doch Xi’an, ehemals Chang’an und einstige Hauptstadt Chinas, hat deutlich mehr zu bieten! Vor allem für Geschichtsinteressierte ist die Metropole, die immerhin fast zehn Millionen Einwohner hat, ein Must-Visit. Doch auch für all diejenigen, die in das ursprüngliche Reich der Mitte eintauchen wollen und für diejenigen, die kulinarisch experimentierfreudig sind, lohnt sich ein Trip nach Xi’an allemal.

Platz 10: Der Blick vom Fernsehturm

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Um einen Eindruck von der sagenhaften Größe chinesischer Großstädte zu bekommen, ist es empfehlenswert, eine solche Megastadt von oben zu betrachten. In Xi’an geht das am besten vom Fernsehturm aus, der im Süden der Stadt liegt (lese hier noch einmal über meinen Besuch). Die Aussicht ist zwar nicht besonders ansprechend, dafür bekommt man aber ein Gefühl dafür, wie groß die Stadt ist und wo die ganzen Menschen eigentlich leben. Wer möchte kann auf dem Fernsehturm auch eine Kleinigkeit essen oder trinken. Gleich neben dem Turm liegt übrigens auch noch eine Art Naturkundemuseum, das kostenlos besichtigt werden kann.

Platz 9: Die Spezialitäten von Xi’an probieren

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Was wäre eine Chinareise ohne chinesisches Essen… Jede Region hat ihre eigenen Spezialitäten, die sich wiederum eine der vier chinesischen Küchen zuordnen lassen. In Xi’an gibt es eine ganze Reihe an Spezialitäten, die man auch als Europäer ohne Bedenken probieren kann und sollte. Berühmt ist Xi’an vor allem für den Roujiamo (eine Art Hamburger), seine Jiaozi (gefüllte Maultaschen), Liangpi (kalte Nudeln), Niuroupaomo (eine Suppe mit Fleisch) und Biang Biang Mian (besonders lange und dicke Nudeln). In einer bald beginnenden Reihe werde ich jede einzelne Spezialität genauer vorstellen.

Platz 8: Die Menschenmassen im Shaanxi Geschichtsmuseums erleben

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Eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt ist das Shaanxi Geschichtsmuseum, welches zu den „acht imposanten Museen“ Chinas gehört. Die Exponate des 1991 eröffneten Baus sind zwar durchaus sehenswert, zumeist bekommt der Besucher diese aber erst gar nicht zum Anblick, da es noch tausende weitere Besucher gibt. Bevor man überhaupt ins Museum kommt, muss man übrigens erst einmal Schlange stehen, wenn man Pech hat sogar mehrere Stunden. Mir sind daher vor allem die Menschenmassen in Erinnerung geblieben, die sich trotz Einlassbegrenzung tagtäglich förmlich durch das Museum schieben. Als Ausländer ist zudem die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man für die Chinesen zu einer größeren Attraktion wird, als die Exponate selbst (lese hier noch einmal meinen dazu passenden Kurzartikel). Wer also ein typisch chinesisches Museum erleben will und keine Menschenmassen scheut, sollte dem Museum einen Besuch abstatten.

Platz 7: Der nächtliche Anblick des Glocken- und Trommelturms

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Einer der wohl schönsten Stellen Xi’ans ist der am Abend beleuchtete Glocken- und Trommelturm. Der Glockenturm bildet das Zentrum der Stadt, von hier aus gehen vier Hauptverkehrsachsen in alle Himmelsrichtungen ab. Zwar lohnt es sich meiner Meinung nach nicht, die zwei Türme von innen zu besichtigen, der Anblick von außen, vor allem wenn sie abends beleuchtet sind, ist jedoch toll. Ursprünglich wurden die Türme zum Ansagen der Uhrzeit verwendet. Der Glockenturm wurde bei Sonnenaufgang geläutet, der Trommelturm signalisierte den Beginn der Nacht. Daher lassen sich Glocken- und Trommeltürme in ähnlicher Form auch in vielen chinesischen Städten (z.B. auch in Pingyao und Beijing) finden.

Platz 6: Die Große Wildganspagode und ihre Fontänenshow

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Die große Wildganspagode ist eine weitere Hauptattraktion von Xi’an, die im Übrigen ebenfalls über einen kleinen Glocken- und Trommelturm verfügt. Sie ist der Mittelpunkt des Da Ci’en Tempelkomplexes, der heute noch von Mönchen bewohnt wird. Die 64,5 Meter hohe Pagode wurde 652 n. Chr. fertiggestellt und gilt als eine der besten Beispiele für Pagoden des Tang-Stils. Der Legende nach bekam die Pagode ihren Namen durch eine Gans, die über den Komplex flog und abstürzte. Kurzzuvor sprachen die Mönche zu Bodhisattwa und baten um etwas zu Essen, was die Gans ihnen bescherte. Aus Dankbarkeit gegenüber der Göttin Bodhisattwa nannten sie die Pagode große Wildganspagode. Vor dem Tempel selbst befindet sich ein großes Areal, auf dem jedem Abend eine Fontänenshow stattfindet. Man sollte sich von der Show nicht zu viel versprechen, doch irgendwie ist es ein typisch chinesisches Erlebnis. Es lohnt sich also nicht nur die Fontänen, sondern auch die Chinesen und die Umgebung zu beobachten.

Platz 5: Der Sonnenaufgang auf dem Mount Hua Shan

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Der Mount Hua Shan zählt zu den fünf heiligen Bergen Chinas und ist ein beliebter Ausflugsort 120 Kilometer außerhalb von Xi’an. Berühmtheit hat er international als Berg mit dem „gefährlichsten Wanderweg der Welt“ erlangt. Tatsächlich ist dieser berüchtigte „Wanderweg“ aber nur ein kleiner, optionaler Pfad, den man auf einem der Gipfel nehmen kann. Auf diesem tummeln sich dann fast genauso viele Chinesen, wie auf den restlichen Gipfeln, die bequem per Seilbahn zu erreichen sind. Vor allem die Wanderung auf den Berg ist jedoch eine Herausforderung und ein Erlebnis: Innerhalb von vier bis fünf Stunden erklimmt man tausende (!) Stufen. Diese sind zwar allesamt super ausgebaut und mit Geländer und Lichtern versehen, man hat nach einiger Zeit jedoch das Gefühl an einem Hochhausmarathon teilzunehmen. Der Ausblick von oben entschädigt dann für die Strapazen des Aufstiegs. Auf den Gipfeln kann man wenn man möchte auch übernachten, um am nächsten Morgen den Sonnenaufgang zu beobachten. (Lese hier noch einmal über meine Wanderung auf der chinesischen Mauer.)

Platz 4: Sich im muslimischen Viertel kulinarisch verwöhnen lassen und den Basar erkunden

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Einer meiner Lieblingsorte in Xi’an, wenn auch sehr touristisch, ist das muslimische Viertel, das sich unmittelbar nord-westlich des Trommelturms erstreckt. In kleinen Gassen gibt es kulinarisch so ziemlich alles zu finden, von tatsächlichen Spezialitäten bis hin zu Skurrilitäten, die hauptsächlich Touristen probieren. Auf dem angrenzenden Basar kann man zudem das ein oder andere Souvenir erwerben, sollte dieses aber auf mindestens ein Drittel des genannten Preises runterhandeln. Von gefälschten Mont Blanc Kugelschreibern bis hin zu kleinen Terrakotta-Figuren aus Plastik gibt es hier alles was das Herz begehrt. Innerhalb des Areals gibt es darüber hinaus noch ein Volkskundehaus sowie eine Moschee, deren Bauweise und Gartenanlage sehr sehenswert sind.

Platz 3: Die kleine Wildganspagode und das Xi’an Geschichtsmuseum

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Viel schöner gelegen und deutlich weniger besucht als die große Wildganspagode ist die kleine Wildganspagode. Vom Baustil ähnelt sie sehr der großen, ist unwesentlich jünger und mit 43 Metern etwas kleiner, kann allerdings nicht von innen besichtigt werden. Dafür ist sie in einen wunderschönen Park eingebettet, der entgegen des Ci’en Tempels keinen Eintritt kostet. Nur einige Gehminuten entfernt, befindet sich das Xi’an Geschichtsmuseum, welches wirklich einen Besuch wert ist: Deutlich weniger Besucher als im Shaanxi Geschichtsmuseum, keine Warteschlangen und interessante Exponate gibt es hier zu sehen.

Platz 2: Eine Fahrradtour auf der Stadtmauer

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Xi’ans Stadtzentrum ist von einer knapp 14 Kilometer langen Stadtmauer umgeben, deren heutiges Erscheinungsbild und heutige Ausdehnung auf die Ming-Dynastie zurückdatieren lässt. Nach einer Restauration ist sie heutzutage wieder in einem super Zustand und kann erwandert werden. Alternativ kann man sich auch ein Fahrrad mieten und innerhalb von 1,5 Stunden einmal herum fahren. Nachts ist die gesamte Mauer samt ihrer Tore beleuchtet, speziell der Anblick von der Südseite ist spektakulär und empfehlenswert.

Platz 1: Die Terrakotta-Armee

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Ein absolutes Highlight von Xi’an ist die weltbekannte Terrakotta-Armee, die erst kürzlich von Frankreichs Präsident Macron besucht wurde. Glücklicherweise stießen Bauern bei der Grabung eines Brunnens 1974 zufällig auf die lebensgroßen Statuen tausender Soldaten, die den ersten Kaiser Chinas, Qin Shihuangdi, bewachen sollten. Zum jetzigen Zeitpunkt können insgesamt drei Gruben besichtigt werden, wobei Grube 1 die mit Abstand größte Anzahl an Tonfiguren aufweist. Jeder Krieger ist einzigartig, es gibt keine zwei Figuren deren Gesichter identisch sind. Nicht nur die schiere Masse der Figuren ist überwältigend, sondern auch die filigrane Arbeit, die man bei einigen Figuren aus wenigen Zentimeter Entfernung erkennen kann. Auch wenn die Terrakotta-Armee absolut kein Geheimtipp ist, ist sie doch ganz klar auf Platz 1 der Dinge zu platzieren, die man in Xi’an gemacht, gesehen und erlebt haben muss!

Hast du schon meinen letzten Reisebericht über Shanghai gelesen? Wenn du mehr über mein Auslandsjahr erfahren willst und dich fragst, was ich in Xi’an mache und was „Kombination aus Studium und FSJ“ bedeutet, dann empfehle ich diesen Beitrag.

Eintritte & Studentenrabatte (Teil 19)

Dies ist ein Bereich, an denen sich viele Länder (auch Deutschland) ein Beispiel an China nehmen können: Alle staatlichen Museen sind kostenlos. Und alles andere? Studenten und Schüler zahlen bei fast allen Sehenswürdigkeiten in China nur die Hälfte, sofern sie einen entsprechenden Ausweis vorlegen können. Ein deutscher Schüler-/Studentenausweis erfüllt ebenfalls seinen Zweck, auch wenn man davon ausgehen kann, dass diesen kein Chinese lesen kann. Was Studenten ebenfalls erfreuen wird: Alle Clubs sind kostenlos bzw. verlangen keinen Eintritt, dafür muss man allerdings für die Getränke etwas mehr bezahlen.

Wie findest Du meine wöchentlichen Beiträge der Kategorie China für Einsteiger? Schreibe mir Deine Meinung in die Kommentare!

Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 18 über das Problem des Smogs.

Seminar „Deutschland – Ein Land mit vielen Facetten“

Kulturunterschiede, Vorurteile, Völkerverständigung. Die Bedeutung und Hintergründe dieser und weiterer Begriffe erarbeiteten die Teilnehmer des von mir am Goethe-Sprachlernzentrum Xi’an veranstalteten Seminars „Deutschland – Ein Land mit vielen Facetten“. An insgesamt drei Seminartagen mit einem Gesamtumfang von zwölf Stunden lernten die Kursteilnehmer nicht nur viel über Deutschland und die deutsche Kultur, sondern auch über das Leben im Ausland und die damit verbundenen Herausforderungen.

Der Hintergrund des Seminars

Kulturen sind unterschiedlich, genauso wie Meinungen und Perspektiven von Individuen. Bevor man ins Ausland geht – vor allem, wenn es für länger als nur ein Kurzurlaub ist – sollte man sich daher mit der Lebensweise und Mentalität des anderen Kulturraums auseinandersetzen: Was ist anders? Inwieweit unterscheiden sich dortige Verhaltensweise von der mir bekannten?

Viele unserer Studenten möchten nach Abschluss ihrer Deutschkurse nach Deutschland gehen und dort arbeiten oder studieren. Um sie bei diesem Vorhaben zu unterstützen, haben wir uns dazu entschieden, ein Seminar anzubieten, das sie außerhalb des eigentlichen Deutschunterrichts genau darauf vorbereitet.

Ein Seminar, das mehr ist als nur Landeskunde

Um wichtige Fragen wie die oben genannten zu beantworten, setzten sich die 25 Kursteilnehmer insbesondere mit Kulturunterschieden zwischen Deutschland und China auseinander. Anhand des Buches „Ost trifft West“ (Yang Liu, Hermann Schmidt Mainz Verlag), welches die wichtigsten Kulturunterschiede beider Länder mithilfe von Piktogrammen grafisch darstellt, konnten diese kulturspezifischen Elemente und Besonderheiten erarbeitet werden. Im Anschluss präsentierte jede Gruppe einen Kulturunterschied in Form eines Rollenspiels, woraufhin die anderen Gruppen diesen erst erkennen und daraufhin erklären mussten.

Bevor es jedoch um Kulturunterschiede und weitere landeskundliche Themen ging, wurde zunächst über Vorurteile und deren Problematik diskutiert. Selbst wenn man sich darüber bewusst ist, dass Vorurteile nichts weiter als vorschnelle Schlüsse sind und häufig nicht zutreffen, ist es schwer, diese abzubauen oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Um sich dessen Bewusst zu werden, erstellten die Studenten ihre eigenen Deutschlandkarten mit Elementen, die sie für typisch Deutsch hielten. Beim anschließenden Vergleich der einzelnen Poster stellten sie dann fest, dass Deutschland mehr als nur Autos, Bier und Würstchen zu bieten hat. Deutschland ist halt – genauso wie China – ein Land mit vielen Facetten.

Mit solch kreativen und interaktiven Sessions wurden den Studenten die wichtigsten Themen vermittelt, die es bedarf, um sich in eine neue Kultur zu integrieren und einen erfolgreichen Auslandsaufenthalt zu erleben. Den Teilnehmern wurde bewusst, wie wichtig hierbei Kommunikation, Offenheit und Toleranz sind. Darüber hinaus wurden Strategien und Techniken erarbeitet, um genau diese Schlüsselelemente umzusetzen und im Gesamtkontext betrachtet eine Botschafterrolle zu erfüllen und zur Völkerverständigung beizutragen.

Das sagen die Kursteilnehmer zum SeminarZitate Blogbeitrag

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Und so sah es vor Ort aus

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Die Kursteilnehmer haben häufig Themen im Team erarbeitet.
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Die Erstellung der eigenen Deutschlandkarte mit anschließender Präsentation war der Einstieg in das Seminar.
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Alle Kursteilnehmer erhielten ein Seminarhandbuch mit Aufgaben und einer Zusammenfassung der wichtigsten Seminarinhalte. Ein Bereich war unter anderem dieses Prominentenquiz.
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Mit dem Buch „Ost trifft West“ erarbeiteten die Teilnehmer konkrete Kulturunterschiede zwischen Deutschland und China. Auf dieser Abbildung zu sehen: Die Lautstärke im deutschen und im chinesischen Restaurant.
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Auch das deutsche Hochschulsystem war Teil des Seminars.
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Darüber hinaus sammelten wir Herausforderungen, die im Ausland entstehen können, und erarbeiteten im Anschluss konkrete Lösungsansätze.
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Um eine Herausforderung praktisch zu erleben, mussten die Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes Brücken bauen. Das Team mit der Brücke, die am meisten Gewicht hielt, gewann – was auch sonst – ein Paket deutsche Schokolade.
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Da die deutsche Kultur eine vergleichsweise direkte ist und Deutsche viel und gerne diskutieren, haben wir dies auch getan: und zwar über die Vor- und Nachteile von WeChat Pay.
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Selbstverständlich wurde am Ende auch ein Gruppenfoto mit allen Kursteilnehmern gemacht.
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…und eines von mir und meiner Co-Tutorin/Übersetzerin.

Dies ist der Originalartikel, wie er auf dem Blog des Goethe-Sprachlernzentrums Xi’an veröffentlicht wurde. Lese ihn hier in der Originalfassung oder in der chinesischen Übersetzung. Für mehr Beiträge meiner Veranstaltungen besuche den Blog des Goethe-Sprachlernzentrums (dieser ist auch im Menü verlinkt). Weitere Artikel über mein Auslandsjahr findest du unter der gleichnamigen Kategorie, ebenfalls im Menü dieses Blogs.

Smog (Teil 18)

Eine der unschönen Seiten Chinas ist das Problem mit dem Smog, also einfach ausgedrückt verschmutzter Luft. Gerade in den Großstädten ist die Belastung durch Feinstaub besonders groß, wobei Verursacher nicht nur Autos und Fabriken, sondern im Winter vor allem veraltete Heizungen sind. Daher ist die Belastung in den Wintermonaten auch überdurchschnittlich hoch. Gesundheitsgefährdend ist vor allem der Staub mit der Bezeichnung PM2.5, der sich in der Lunge festsetzt und bei langfristiger Aussetzung gefährlich sein kann. Aus diesem Grund sieht man ab Messwerten von 150 oder drüber (zum Vergleich: In europäischen Städten liegen die Werte meist deutlich unter 50) auch vermehrt Menschen mit Smogmasken auf der Straße. Für eine reguläre Urlaubsreise ist jedoch i.d.R. keine Smogmaske nötig, zumal mehrere Faktoren zusammenspielen müssen, um wirklich gefährlich hohe Werte zu erzeugen. Diese kann man übrigens ganz einfach in speziellen Apps einsehen. Der höchste Wert, den ich bisher erlebt habe, war knapp über 750. Bei solch hohen Werten bleibt man nach Möglichkeit zu Hause und die Schulen bleiben geschlossen.

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