VPN ist ein Muss (Teil 30)

Von der chinesischen Regierung werden viele westliche Apps und Internetseiten blockiert. So sind in ganz China alle Google-Anwendungen (inklusive der Suchmaschine, des Play Stores und Google Maps) nicht erreichbar. Auch nahezu alle großen Social Media Dienste wie Facebook, Instagram, Snapchat und WhatsApp sind der chinesischen Bevölkerung nicht oder nur eingeschränkt zugänglich, genauso wie die Websites vieler ausländischer Nachrichtenagenturen. Wer dennoch all diese Dienste nutzen will und uneingeschränkt im Netz surfen möchte, sollte noch vor Antritt einer China-Reise eine sogenannte VPN („Virtual Private Network“) installieren. Für Smartphones gibt es im App bzw. Play-Store unzählige solcher Apps, mit denen man die Sperre umgehen kann. Da der Besitz einer solchen Anwendung zum jetzigen Zeitpunkt nicht illegal ist, benutzten auch viele Chinesen und ausländische Unternehmen eine VPN.

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Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 29 über Dinge, die du vor einer Taxifahrt in China wissen solltest.

C wie Chuzuche (Teil 29)

Chuzuche (出租车) ist die chinesische Übersetzung für Taxi. Bei diesen gibt es gleich mehrere Dinge zu beachten, zum Beispiel dass es offizielle und inoffizielle gibt. Die inoffiziellen Taxis erkennt man schlichtweg daran, dass man sie nicht erkennt. Sie haben weder einen Taxischriftzug noch eine besondere Lackierung, sondern stoppen einfach am Straßenrand, wenn man so aussieht, als brauche man eines. Als Ausländer ohne Sprachkenntnisse ist es ratsam sich von solchen inoffiziellen Taxis fernzuhalten, da ein Taxameter fehlt und man leicht über den Tisch gezogen werden kann. Ebenfalls gibt es häufig Männer auf Motorrollern, die Personen häufig sehr preiswert von A nach B befördern. Generell sind aber auch die offiziellen Taxis in China sehr billig und kosten so manches Mal so viel wie ein Busticket in Deutschland. Ach ja, und noch eine Kleinigkeit: Auch wenn die günstigen Preise für Ausländer verlockend sind, sollte man selbst mit einem offiziellen Taxi nur dann fahren, wenn man den Weg beschreiben kann oder zu einer bekannten Sehenswürdigkeit möchte, die Mehrheit der Taxifahrer hat nämlich zumindest in Xi‘an kein Navi und spricht kein Englisch.

Was war deine interessanteste Erfahrung bei einer Taxifahrt im Ausland? Schreibe deine Erlebnisse in die Kommentare.

Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 28 über Glücks- und Unglückszahlen.

Glückszahlen (Teil 28)

In China sind Zahlen besonders wichtig, egal ob die Telefonnummer, das Autokennzeichen oder die Apartmentnummer und das Stockwerk. Sie können über Glück und Unglück entscheiden, so zumindest die weitläufige Meinung. Vereinfacht gesagt gilt: Eine 4 ist schlecht, die Zahlen 6, 8 und 9 sind gut. Doch warum? Da im Chinesischen die Betonung eines Wortes die Bedeutung grundlegend verändern kann, kann eine Zahl falsch betont schnell etwas ganz anderes bedeuten. Das chinesische Wort für die Zahl vier heißt „si“, betont man „si“ jedoch nicht mit dem vierten, sondern mit dem dritten Ton bedeutet es „sterben“. Kein Wunder also, dass man sich vor der vier in seiner Hausnummer fürchtet. Die acht klingt hingegen ähnlich wie das kantonesische Wort für „reich werden“, hat also eine positive Bedeutung. Neun, auf Chinesisch „jiu“, bedeutet mit einer anderen Betonung in etwa „lang andauernd“, also ebenfalls etwas Erstrebenswertes. Aufgrund solcher Doppeldeutigkeiten und dadurch entstehende Missverständnisse wundert es auch nicht, dass besonders ‚gute‘ Autokennzeichen versteigert werden und noch zu vergebene Telefonnummern häufig eine ganze Reihe vieren enthalten.

Wusstest du, dass Zahlen in China eine so große Rolle spielen? Schreibe in die Kommentare.
Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 27 über das Phänomen „Chinglish“.

Chinglish (Teil 27)

Egal ob auf Speisekarten oder Kleidungsstücken, überall kann man es finden: Chinglish. Chinglish ist eine Zusammensetzung aus den Wörtern „Chinese“ (Chinesisch) und „English“ (Englisch). Der Begriff ist eine Anspielung darauf, dass die meisten Chinesen noch immer kaum bzw. zu großen Teilen gar kein Englisch sprechen und englische Übersetzungen daher häufig wenig sinnvoll oder schlicht falsch und komplett unverständlich sind. Dieses „Phänomen“ lässt viele westliche Chinareisende immer wieder schmunzeln und bei einer Speisekarte so manches Mal verzweifeln.

Kennst du weitere Beispiele für Chinglish? Schreibe deine lustigste Entdeckung in die Kommentare!
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Verkaufsstrategie: Belagerung (Teil 26)

Für mich war es anfangs erst einmal total nervig: Sobald ich ein Geschäft betrat, kam gleich ein Verkäufer und folgte mir auf Schritt und Tritt während ich mich versuchte umzugucken. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und weiß, dass es zu der chinesischen Mentalität gehört, seinen Gast (oder in dem Fall seinen Kunden) zu umsorgen. Im Restaurant ist es ähnlich: Sobald man eintritt, wird gleich gefragt was man bestellen möchte. In Ruhe über die Speisekarte gucken zu können ist schwierig. Von der anderen Seite betrachtet ist es auch irgendwie bemerkenswert, wie sehr man als Kunde wertgeschätzt wird.

Warst du schon einmal in China und kannst diese Erfahrung teilen? Schreibe deine Meinung in die Kommentare.

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Spucken & Rülpsen – Vorurteil oder Realität? (Teil 25)

Auch wenn Chinas Regierung das Land nach außen als modern und fortschrittlich darstellt, gibt es innerhalb der Bevölkerung doch noch einige Gewohnheiten, die dieses Bild für viele Westler unglaubwürdig erscheinen lässt: Hierzu gehört vor allem die Angewohnheit vieler Chinesen auf die Straße zu spucken, die Nase zu putzen gilt nämlich als noch unschöner. Das Vorurteil, das Chinesen beim Essen rülpsen, kann ich übrigens nicht bestätigen.

Kennst du weitere Vorurteile über Chinesen und willst wissen, ob sie stimmen? Schreibe in die Kommentare und ich sage dir, ob das Vorurteil meiner Erfahrung nach zutreffend ist.

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Groß vs. klein (Teil 24)

Es ist kein Vorurteil, sondern Realität: In den USA ist im Vergleich zu Deutschland vieles größer, in China kleiner. Egal ob die Höhe des Waschbeckens, des Türspions oder der Tische und Stühle. Die Deckenhöhe und die Höhe der Türen sind ebenfalls geringer, auch im Treppenhaus muss man so manches Mal den Kopf einziehen. Darüber hinaus fallen auch die Konfektionsgrößen kleiner aus, denn die Chinesen selbst sind es auch: Deutsche Frauen sind im Schnitt 7 cm, deutsche Männer sogar 9 cm größer. In den USA musste ich damals alles eine Größe kleiner kaufen, hier in China nun alles mindestens eine größer.

Hast du auch schon einmal Länder bereist, in denen dir aufgefallen ist, dass manche Sachen kleiner oder größer sind als in Deutschland? Schreibe deine Beobachtungen in die Kommentare.

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Der 100-Yuan-Schein (Teil 23)

Die meisten Chinesen zahlen schon seit einigen Jahren nicht mehr mit Bargeld oder Kreditkarte, sondern vor allem per Handy mit WeChat Pay oder Alipay. Dies hat neben der Schnelligkeit noch einen weiteren großen Vorteil: Der größte Geldschein in der Volkrepublik China ist der 100-Yuan-Schein, der gerade einmal etwas mehr als zehn Euro wert ist, was selbst für China nicht besonders viel ist. So musste ich beispielweise mit einem Bündel aus über 150 100-Yuan-Scheinen meine Studiengebühren zahlen, da ich damals noch kein chinesisches Konto hatte. Die vom Wert her kleinste Münze ist übrigens umgerechnet 1,3 Cent wert, also etwas mehr als unser 1-Cent-Stück. Die Gestaltung der Geldscheine ist sehr einfach gehalten: Auf jedem Schein ist das Portrait von Mao Zedong.

Kannst Du Dir vorstellen, in Zukunft nur noch mit dem Handy zu bezahlen? Schreibe Deine Meinung in die Kommentare!

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WeChat (Teil 22)

WeChat ist der Social Media Dienst, ohne den heutzutage wohl kaum ein Chinese auskommen würde. Am ehesten ist WeChat vergleichbar mit WhatsApp, umfasst aber auch viele Funktionen anderer Dienste wie Facebook oder Instagram. Doch WeChat kann noch viel mehr: Mit WeChat kann man bezahlen, sich die schnellste Busverbindung anzeigen lassen, einen Platz im Kino reservieren, einen Flug buchen, ein Taxi rufen oder sich sein Essen nach Hause liefern lassen (und noch sehr viel mehr!). Eine weitere sehr praktische Funktion innerhalb des Messengers ist, dass man seinen live Standort mit einer weiteren Person teilen kann. Hierdurch ist es unwahrscheinlich einfach sich auch innerhalb von Menschenmassen zu finden.

Du findest WeChat interessant und möchtest mehr über das Thema erfahren? Dann lese meinen ausführlichen Artikel über den Messanger bei Orange by Handelsblatt!

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Der Ausländerbonus (Teil 21)

Das man als Europäer in China auffällt ist wohl keine große Überraschung, dafür aber vielleicht der Fakt, dass Europäer häufig besser behandelt werden. So zum Beispiel im Hinblick auf Kulturunterschiede: Einem Europäer wird es schnell verziehen, wenn er in ein Fettnäpfchen tritt, kann er ja schließlich nicht wissen. Koreaner oder Thailänder haben es da schon schwerer, sie sehen den Chinesen ja irgendwie noch recht ähnlich. Darüber hinaus bekommt man beispielsweise auch hin und wieder kostenlose Getränke in einer Bar, da die Anwesenheit eines Europäers weitere Gäste anlockt und man somit zu einer Art USP für die jeweilige Location wird. Der „Ausländerbonus“ geht sogar so weit, dass man auf offener Straße angesprochen wird (so wie mir bereits mehrmals geschehen), ob man nicht als Englischlehrer arbeiten möchte, schließlich ist man der Ansicht vieler Chinesen nach viel authentischer im Unterrichten, als es ein Chinese wäre. Sicherlich ist ein solcher „Ausländerbonus“ für Expats oftmals ein Vorteil, dennoch ist dies häufig auch kritisch zu bewerten.

Was hälst Du vom Ausländerbonus? Schreibe Deine Meinung in die Kommentare!

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