Meine Reise nach: Hongkong (香港)

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Vergangene Woche bin ich für sieben Tage nach Hongkong gereist, hauptsächlich um meinen dort lebenden Großcousin zu besuchen. Was ich in der Weltstadt, in der knapp 7 Millionen Menschen leben, alles erlebt habe und was es dort für Sehenswürdigkeiten gibt, erfährst Du in diesem Reisebericht.


Hongkong ist eine der vielfältigsten Städte, die ich bisher kennengelernt habe. Es ist eine Stadt, die es in Punkten der Attraktivität und Internationalität mit Städten wie London und New York aufnehmen kann, nur, dass Hongkong eine Metropole in Asien und nicht in Europa bzw. Nordamerika ist. Wenn ich Hongkong in nur drei Begriffen zusammenfassen müsste, so würde ich wohl mit (1) vielseitig, (2) multikulturell und (3) überraschend antworten. Zwar war ich zuvor bereits in Hongkong, hatte bei meiner jetzigen Reise aber das erste Mal die Möglichkeit, die Stadt genauer zu erkunden und kennenzulernen.

Weltbekannt ist die Stadt Hongkong, welche bis 1997 zum Vereinigten Königreich gehörte und inzwischen eine Sonderverwaltungszone von China ist, wohl vor allem durch den Victoria Harbour und die atemberaubende Skyline. Besonders eindrucksvoll ist es, wenn man die Wolkenkratzer, die sich hauptsächlich auf Hongkong Island befinden, von der anderen Seite der Bucht, aus dem Stadtteil Kowloon, betrachtet. Empfehlenswert ist dies besonders bei Dunkelheit, denn dann erstrahlen die Gebäude in bunten Farben. Schon lange kein Geheimtipp mehr ist die Symphony of Lights Lichter-/Lasershow, die jeden Abend um 20:00 Uhr stattfindet und mit Musik synchronisiert wird. Egal, ob von der Uferpromenade oder von einem der vielen Touristenboote aus, das Schauspiel, das die Wolkenkratzer noch heller erleuchten lässt als sie eh schon sind, ist phänomenal!

Doch nicht nur von der Uferpromenade aus hat man einen tollen Blick auf die Skyline, es gibt eine ganze Reihe anderer Orte: So ist beispielsweise der Victoria Peak (häufig einfach als The Peak bezeichnet) ein bekannter und zugleich beliebter Ort, um auf die Wolkenkratzer herabzublicken und Selfies zu machen. Kostengünstigere und meines Erachtens sogar noch schönere Varianten sind die Berge in Nord-Kowloon. Anstelle mit einer Tram auf den Gipfel zu fahren, wandert man hier hinauf und hat als Belohnung einen ebenfalls beeindruckenden Blick auf die Stadt. Mit einem Aufstieg von ca. 2 Stunden ist der Wanderweg zum Lion Rock sehr zu empfehlen. Auf dem Weg nach oben begegnet man sogar mit großer Wahrscheinlichkeit dem einen oder anderen Affen, der dort auf Futtersuche von Baum zu Baum springt. Ebenfalls zu empfehlen und noch einmal etwas ganz anderes ist der Ausblick vom ICC Tower, dem mit 484 Metern höchsten Gebäude Hongkongs. So gibt es hier eine Aussichtsplattform, für die man 150 HKD (umgerechnet ca. 16€) Eintritt zahlen muss. Mein Geheimtipp, der deutlich exklusiver und sogar kostengünstiger sein kann, ist die Bar vom Ritz-Carlton Hotel, die sich ebenfalls im ICC Tower befindet und noch höher als die reguläre Aussichtsplattform liegt. Zwar wird man hier dazu aufgefordert mindestens einen Drink zu kaufen, bleibt es jedoch bei dem einem kommt man je nach Getränk sogar kostengünstiger davon und hat dafür eine noch spektakulärere Aussicht (die Bar ist ab 17:00 Uhr für jedermann zugänglich). Eine weitere Möglichkeit ist eine der vielen Roof-Top Bars Hongkongs auszuprobieren, was ein Muss für jeden Hongkong-Reisenden ist bzw. sein sollte.

Doch warum ist Hongkong für mich unter anderem und vor allem vielseitig? Vielseitig ist die Metropole, da es in unmittelbarer Nähe der Wolkenkratzer wahnsinnig viel zu entdecken gibt. So fühlt man sich in Kowloon oftmals wie in einer chinesischen Großstadt, doch fährt man mit einer der wohl bekanntesten Fähre der Welt, der Star Ferry, auf das fünf Minuten entfernte Hongkong Island, so fühlt man sich wie in einer europäischen Metropole. Diese Unterschiede entstehen sowohl durch die ansässigen Geschäfte, als auch die dort lebenden Menschen und teilweise zu beobachtenden Preisunterschiede. Doch Hongkong hat noch weit mehr zu bieten, was die Stadt zu einer so vielseitigen macht. Insgesamt besteht Hongkong nämlich aus rund 260 Inseln und ist zu 70% mit Bergen und Wäldern bedeckt. So braucht es keine 30 Minuten von der belebten Nathan Street in Kowloon bis zu einem Sandstrand, einem unter der Woche einsamen Fischerdorf oder einem nahezu tropischen Nationalpark. Orte, die ich besucht habe und weiterempfehlen kann, sind unter anderem die Insel Cheung Chau, die per Fähre zu erreichen ist, und der Ort Stanley, dessen Sandstrand mit einem der vielen Buse von Central leicht zu erreichen ist.

Wenn man nun noch immer kein Erinnerungsfoto gemacht hat und dafür einen ganz besonderen Ort sucht, sollte man dem Instagram Pier einen Besuch abstatten. Zwar ist der Name nur inoffiziell, der offizielle Name Western District Public Cargo Working Area klingt aber bei weitem nicht so schön. Von hier aus hat man ebenfalls einen tollen Blick auf die Stadt, sollte sich aber in Acht nehmen, denn wenn ein größeres Schiff vorbeifährt, kann man wenn man nicht aufpasst schon mal schnell nasse Füße bekommen. Zu erreichen ist der Pier ganz einfach von der Metrostation HKU. Der Campus der bekannten HKU (Honkong University) ist im Übrigen auch sehr sehenswert und einen Besuch wert.

Einige weitere Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen sollte, sind unter anderem der Fischmarkt von Aberdeen oder des noch kleineren Ortes Yau Tong, die Doppeldecker-Straßenbahnen auf Hongkong Island, die riesigen Shopping-Centren der Stadt, der Temple-Street Nachtmarkt oder der recht ähnliche Ladies-Market in Kowloon, die Restaurants in Soho und die riesigen Mid-Levels-Rolltreppen sowie die Tunnel und Brücken, die die Wolkenkratzer in Central miteinander verbinden. Tagesausflüge, die ich jedoch nicht gemacht habe, sind unter anderem nach Macau, ins Disneyland oder zum großen Buddha auf Lantau Island möglich.


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Meine Reise nach: Beijing (北京)

Endlich ist es vollbracht. Mit reichlich Verspätung erscheint nun mein Blogbeitrag zu Beijing! Vergangenen Monat habe ich eine achttägige Reise in die chinesische Hauptstadt unternommen. Ihr wollt auch nach Beijing reisen oder seid neugierig, was ich erlebt habe? Dann lest hier mehr über meine tollsten Erlebnisse und spannendsten Eindrücke. Neben vielen Hintergrundinformationen und chinesischen Übersetzungen zu den Hauptsehenswürdigkeiten findet Ihr ebenfalls eine Vielzahl an Bildern, die meine Beschreibungen hoffentlich noch anschaulicher machen.


Tag 1: Ankunft mit 300 km/h

Mit dem „Bullet Train“ ging es Samstagmorgens von Xi’an nach Beijing. Für die knapp 1000 km lange Strecke (von Flensburg bis nach München sind es gerade einmal 750 km) brauchte der Zug bei einer Geschwindigkeit von 300 km/h gerade einmal 4,5 Stunden. Nachdem wir – eine Freundin aus Nanjing und ich – in unser Hostel eigecheckt hatten, machten wir uns auf den Weg die Stadt zu erkunden. Dabei kamen wir am Beihai Park (北海公园; Beihai Gongyuan) vorbei, der durch seine Tempelanlagen und den großen, mittig gelegenen See, eine tolle Atmosphäre ausstrahlte. Im Park erklommen wir einen Hügel und stiegen hinauf zu der weißen Pagode, von der aus wir einen wunderbaren Überblick über die Parkanlage und Teile Beijings hatten. Inzwischen war es dunkel, doch eine Fülle von Lichtern ließ den Himmel hell erleuchten, was wirklich ein unvergessliches Erlebnis gleich am ersten Abend war.

Tag 2: Nationalfeiertag auf dem größten Platz der Welt

Unser erster voller Tag in Beijing, der heutigen Hauptstadt der Volkrepublik China, war ein ganz besonderer: Es war der 1. Oktober, Chinas Nationalfeiertag, an dem 68 Jahre zuvor von Mao Zedong die Volkrepublik ausgerufen wurde. Wie jeden Tag fand auch an diesem Sonntagmorgen die Fahnenzeremonie auf dem Tiananmen-Platz (天安门广场; Tiananmen Guangchang) statt, bei der Soldaten der Volksbefreiungsarmee vor dem Tor des Himmlischen Friedens (天安门; Tiananmen) die chinesische Flagge hissten. Schon an normalen Tagen muss man früh sein, um die Zeremonie, die bei Sonnenaufgang startet, aus einem guten Blickwinkel verfolgen zu können. Wir mussten uns an diesem Morgen jedoch noch früher auf den Weg machen (bereits um 4:15 Uhr), da man davon ausgehen konnte, dass der Platz sich aufgrund des Nationalfeiertages deutlich schneller füllen würde als an gewöhnlichen Tagen. Die Zeremonie selbst war unserer Ansicht nach gar nicht besonders spektakulär, dafür aber die Menschenmassen, die sich versammelten, um diese zu beobachten. Wir quetschten uns vorbei an unzähligen Chinesen, um einen einigermaßen guten Blick zu erlangen. Zwar konnten wir selbst kaum sehen, wie die Fahne gehisst wurde, dafür das Ganze aber auf den zahlreichen Smartphones verfolgen, die um uns herum in die Luft gehalten wurden. Zum Ende der Zeremonie hin wurden dann aufgrund des Feiertages auch noch Vögel fliegen gelassen, was eine große Begeisterungswelle mit sich zog. Nachdem die Fahne gehisst und Zeremonie vorüber war (sie dauerte nicht einmal zehn Minuten), schlenderten wir für eine ganze Weile über den Tiananmen-Platz, der im Übrigen der größte öffentliche Platz der Welt ist. Dabei gingen wir am Mao-Mausoleum (毛主席纪念堂; Mao Zhuxi Jiniantang) vorbei, welches sich in der Mitte des Platzes befindet und den aufgebahrten Leichnam des einstigen chinesischen Staatspräsidenten beherbergt. Östlich des Platzes liegt das Chinesische Nationalmuseum (中国国际博物馆; Zhongguo Guoji Bowuguan), welches das größte Museum der Welt ist, westlich die Große Halle des Volkes, welche das Parlamentsgebäude der Volkrepublik ist. Nachdem wir in einer Seitenstraße ein paar Baozi gefrühstückt hatten, führte uns unser Weg in die Verbotene Stadt (紫禁城; Zijin Cheng), der abgesehen von der Chinesischen Mauer wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit Beijings und einer der bekanntesten Chinas. Die Verbotene Stadt ist ein Ensemble historischer Bauten und die größte Palastanlage der Welt. Hier lebten viele der einstigen Kaiser über mehrere Dynastien hinweg. Ein Highlight der Anlage war die Uhrenaustellung (钟表馆; Zhongbiao Guan), die aus einer Ansammlung von spektakulären und eigens für den Kaiser angefertigten Uhren besteht. So gab es einige, die mehrere Meter groß waren und andere, die in prunkvolle Skulpturen eingearbeitet wurden. Nicht so spektakulär wie erwartet aber dennoch nett anzusehen war die Uhrenvorführung, bei der einige der kleineren Exemplare wie eine Art chinesische „Kuckucksuhr“ ihr Kunststück vorführten. Nachdem wir uns nun für einige Stunden in den alten Gemäuern aufgehalten hatten und es sich immer weiter füllte, entschieden wir uns die Verbotene Stadt zu verlassen und weiter in die Hutongs (胡同; Hu Tong) zu gehen. Wir streiften ein wenig umher, beschlossen dann jedoch uns in ein Café zu setzten und am nächsten Morgen noch einmal zurückzukehren. Nachdem wir dann endlich mit Hilfe einiger Chinesen ein Café ausfindig gemacht hatten und dort einen westlichen Kaffee genossen (meistens findet man in Chinas nach meinem jetzigen Kenntnisstand nur Instant-Kaffee), fuhren wir mit der U-Bahn zu einem der größten Märkte Beijings, dem Panjiayuan-Markt (潘家园古玩市场; Panjiayuan Guwan Shichang). Vor allem am Wochenende reihen sich hier Stand an Stand, Antiquitäten an möchtegern Antiquitäten und alles, was man sich sonst noch vorstellen kann. Angefangen bei Kalligrafien bis hin zu Teppichen und Büchern ist auf diesem Markt alles vertreten. Wir waren begeistert von der großen Vielfalt und verbrachten einige Stunden damit uns die Stände anzugucken und mit dem einen oder anderen Händler in unserem gebrochenen Chinesisch zu verhandeln, um einige tolle Souvenirs zu ergattern. Zwar waren wir nun schon seit mehr als zwölf Stunden auf den Beinen, dennoch war unser Tag noch lange nicht vorbei. Für unser Abendessen fuhren wir zurück ins Zentrum, genauer gesagt zu der bei Touristen sehr beliebten Wangfujing Street. Hier findet man wirklich alles, was auch nur irgendwie essbar ist und von den Touristen als typisches chinesisches Essen angesehen werden kann. Bevor wir uns jedoch diesen „Spezialitäten“ widmeten, aßen wir erst einmal eine Peking Ente (烤鸭; Kao Ya), dem wohl bekanntesten Gericht der Stadt und einem Must-Eat für jeden Beijing-Touristen. Wenn man jedoch keine Ahnung hat wie man diese isst sollte man sich dies vorher einmal erklären lassen, denn sonst isst man wohlmöglich die Pfannkuchen und Gurkenscheiben als Beilage. Trotz des Faktes, dass ich halbwegs wusste, wie ich die Peking Ente zu essen hatte, war ich vom Geschmack doch etwas enttäuscht. Die Realität kann meiner Ansicht nach nicht wirklich mit dem Ruf bzw. Bekanntheitsgrad mithalten. Nach dem Abendessen stürzten wir uns erneut in das Getrubel der recht engen Wangfujing Straße. Die Krönung des Tages war dann, dass wir einen Spieß mit frittierten Skorpionen kauften. Getreu dem Gedanken „Wenn Du nicht probierst, kannst Du auch nicht darüber urteilen“ haben wir tatsächlich probiert und sogar alle vier Skorpione aufgegessen, denn diese schmeckten tatsächlich gar nicht so schlecht. Geschmacklich und von der Konsistenz her ähnelten diese unseren Chips und waren somit einmal ein ganz abwechslungsreicher Snack.

Tag 3: Eine Louis Vuitton Tasche für 400 Yuan

Wie gestern beschlossen starteten wir unseren heutigen Tag mit einem Frühstück in den Hutongs (胡同; Hu Tong), die wir uns gestern nur sporadisch angeguckt hatten. Als Hutongs bezeichnet man die kleinen, altertümlichen und leicht heruntergekommenen Gassen in Beijing. Leider werden die teilweise sogar unter Denkmalschutz stehenden Hutongs immer öfters abgerissen, weshalb es immer schwerer wird, dass „ursprüngliche“ Beijing zu entdecken. Von drei Gebieten, in denen wir während der Reise die Hutongs besuchten, gefielen uns die heutigen im Stadtteil Houhai am besten. Rund um den Rundeli-Naschmarkt (润得立菜市场; Rundeli Caishichang) gab es hier viele kleine Gassen, uns verwundert anschauende Bewohner und allerlei kleine Stände mit köstlichem Essen. Wir probierten die verschiedensten Dinge, ohne überhaupt eine Idee davon zu haben, was wir da gerade eigentlich aßen. Wir verirrten uns immer tiefer in die Gassen bis wir dann schließlich bei den Geschäften östlich der Houhai-Seen (后海湖; Houhai Hu) herauskamen. Hier gab es viele Bars, Souvenirläden und überteuerte Restaurants. Von dort aus arbeiteten wir uns immer weiter östlich vor, vorbei an dem imposanten Trommelturm (鼓楼; Gulou) und Glockenturm (钟楼; Zhonglou) bis zum Lamakloster, das noch einmal weitere 2 km entfernt lag. Das Lamakloster (雍和宫; Yonghe Gong) ist der berühmteste buddhistisch-tibetische Tempel außerhalb Tibets und diente bis zum Jahre 1744 als Kaiserresidenz. Besonders imposant und unbedingt einen Besuch wert ist die 18 m hohe Buddha-Statue im Wanfu-Pavillon innerhalb des Klosters, die aus einem einzigen Baum geschnitzt ist. Das volle Kontrastprogramm bot dann unser nächster Stopp, die Silk Street. Ich weiß nicht genau was ich mir vorgestellt hatte, auf jeden Fall nicht das, was uns hier erwartete! Wir stiegen aus der U-Bahn aus und standen schon mitten drin, in einem riesigen, durchaus schick und modern eingerichteten Kaufhaus, das ausschließlich Markenplagiate anbietet. Von Gucci über Prada bis hin zu Louis Vuitton und vielen anderen High-End-Marken wurde alles so präsentiert, als würden die Artikel echt sein. Ich war völlig überfordert mit der Fülle an Fälschungen, zumal ich in China bis dato deutlich weniger davon gesehen hatte, als ich zurück in Deutschland angenommen hatte. Aus reiner Neugierde fragte ich bei einigen Artikeln nach dem Preis und verhandelte sogar, selbstverständlich mit dem Wissen, dass ich mir niemals ein Plagiat kaufen würde. So wurde mir beispielsweise eine Louis Vuitton Tasche (Neupreis in Deutschland knapp 1500€) im ersten Geschäft für 2500 Yuan, also umgerechnet 300€, angeboten. Bis ich das Geschäft verlies ging die Verkäuferin bis auf 1000 Yuan (ca. 125€) herunter. Im nächsten Geschäft handelte ich die wirklich für eine Fälschung qualitativ hochwertig verarbeitete Tasche, die der Originalen zum Verwechseln ähnlich sieht, auf 400 Yuan (ca. 50€) herab. Reichlich überrascht von der Direktheit, mit der gefälschte Produkte hier präsentiert wurden (Fotos machen war übrigens verboten), verließen wir das Gebäude und gingen zur fußläufig zehn Minuten entfernten Place Shopping Mall, in der es nun endlich wieder die echten Marken gab. Hier wollten wir jedoch nicht shoppen, sondern uns die große elektronische Leinwand anschauen, die zwischen dem zweigeteilten Gebäudekomplex über der Straße befestigt ist. Ähnlich wie die, die ich vor einigen Jahren bereits in Las Vegas bewundert habe, liefen hier verschiedenste Spots, die bei der einsetzenden Dämmerung durchaus sehenswert waren. Am Abend trafen wir dann noch zwei Schweizer Bekannte, mit denen wir rund um die Gulou Dongdajie noch einige Bars besuchten.

Tag 4: 798 Art District

Heute führte uns unser Weg in den 798 Art District (七九八艺术新区; Qi Jiu Ba Yishu Xin Qu), einem immer beliebter werdenden Szene- und Künstlerviertel von Beijing. Etwas außerhalb gelegen erreichten wir das Gelände jedoch gut per Bus, auch wenn dieser über den Großteil der Strecke etwas überfüllt erschien. Der Art District selbst, der auf einem ehemaligen Fabrikgelände angelegt ist, beherbergt unzählige kleiner und großer Galerien und ist hierdurch wohl der beste Ort innerhalb Beijings, um zeitgenössische Kunst zu bewundern. Einige Galerien kosten etwas Eintritt, die meisten sind jedoch kostenlos. Wir verbrachten den gesamten Tag damit, das Gelände zu erkunden, da es so viele interessante Dinge zu entdecken gab und einen tollen Gegensatz zu dem traditionellen Beijing der vergangenen Tage darstellte. Am Nachmittag nahmen wir an einer Kaffeeverkostung teil, die ein ganz besonderes Erlebnis war. Noch nie zuvor hatte ich so viele verschiedene Kaffeesorten probiert, die alle aus anderen Ländern der Welt stammten. Insgesamt 10 standen zur Verkostung bereit, welche alle samt hervorragend schmeckten. Erst durch das Probieren so vieler verschiedener Aromen innerhalb kürzester Zeit habe ich für mich selbst herausgefunden, wie vielseitig Kaffee eigentlich sein kann und verstanden, warum man an einer Hamburger Hochschule sogar Kaffeemanagement studieren kann. In einer großen Ausstellungshalle gab es zudem eine temporäre Ausstellung über chinesische Erfindungen, welche bislang allerdings nur auf dem Papier oder höchstens als Prototypen existieren. Die vielfältigen Ideen reichten von einer neuen Toilettenform bis hin zu Rollatoren und Rehabilitationsrobotern.

Tag 5: Chinesische Mauer (Mutianyu)

Wenn man durch China reist, dann ist die Chinesische Mauer (万里长城; Wanli Changcheng) ein absolutes Must-See. Daher machten wir heute einen Ausflug zur Großen Mauer von Mutianyu (慕田峪长城; Mutianyu Cahngcheng). Zusammen mit zwei spanischen Freunden machten wir uns schon früh morgens auf den Weg, um die Mauer noch vor den Touristenmassen zu erreichen, was uns jedoch misslang. Anstelle dessen kam uns das ganze eher vor wie eine „Butterbrots-Tour“, auf der jeder unser Geld haben wollte. Schon bevor wir überhaupt in den Bus einstiegen sprach uns an der Haltestelle eine als Busfahrerin verkleidete Frau an und wollte uns in einen überteuerten Privatbus locken. Hätte ich nicht zuvor im Reiseführer über diese Masche gelesen, wären wir wahrscheinlich tatsächlich auf diese Überrumpelungstaktik hereingefallen. Während wir dann im richtigen Bus saßen und der Mauer immer näherkamen, versuchten uns immer mehr Chinesen aus dem Bus zu locken, indem sie uns glauben ließen, dass dies die Station zum Aussteigen sei, um uns im Anschluss mit ihren Privatfahrzeugen zur Mauer zu fahren. Doch auch davor wurden wir im Vorfeld gewarnt und vielen somit nicht darauf rein. Dies war der erste Tag in China, in dem ich das Gefühl bekam, über den Tisch gezogen zu werden. Leider war es auch der erste Tag, an dem ich unfreundliche und dreiste Chinesen kennenlernte. Egal, die Mauer machte dann alles wieder wett. Mit dem Sessellift ging es hoch zur Mauer, mit der Rodelbahn wieder runter. Wir liefen mehrere Stunden auf der Mauer entlang. Je weiter wir uns von Sessellift und Seilbahn entfernten desto weniger Touristen begegneten uns. Dennoch war dies nicht das Erlebnis, was ich mir erhofft hatte und ein „Wow-Moment“ blieb aus. Keine Frage, es war spektakulär und ein vor allem für Familien toller Mauer-Abschnitt, dennoch war ich ein wenig enttäuscht. Daher entschieden wir uns am übernächsten Tag noch einmal zu einem unrestaurierten Abschnitt der Mauer zurückzukehren, der uns den Atem raubte und spektakulärer nicht hätte sein können. Zurück in Beijing stand dann noch der Besuch der Geisterstraße (簋街; Gui Jie) auf dem Programm, die vor allem für ihren Feuertopf und ihre würzigen Meeresfrüchte bekannt ist. Deshalb scheuten wir keine Kosten und genossen ein leckeres Abendessen in einem der vielen Restaurants.

Mehr Hintergrundinformationen zur Chinesischen Mauer gibt es in meiner in den kommenden Tagen erscheinenden Reportage „Die Chinesische Mauer – Ein Ort, den jeder gesehen haben sollte“.

Tag 6: Die etwas andere Weltkarte

Nach den Anstrengungen der letzten Tage gingen wir den heutigen Tag etwas ruhiger an. Der heutige Hauptprogrammpunkt war der Himmelstempelpark (天坛公园; Tiantan Gongyuan), doch zuvor schlenderten wir noch etwas durch die Hutongs (胡同; Hu Tong) im Bezirk Dashilar. Halt machten wir unter anderem in einem kleinen Teehaus. Zwar war dieses durchaus etwas touristisch, was man nicht zuletzt an der englischsprachigen Verkäuferin erkennen konnte, dennoch war es ein Erlebnis. Auch wenn wir anfangs ein bisschen skeptisch waren ließen wir uns auf die kostenlose Teezeremonie ein. Knapp 30 Minuten lang wurde uns gezeigt, wie man auf traditionelle Art und Weise Tee in China zubereitet. Tatsächlich hatte das ganze entgegen meiner Erwartung keinen Haken und wir mussten weder etwas zahlen noch etwas kaufen. Eine Mischung aus Begeisterung über die Teezeremonie, dem eigentlichen Geschmack des Tees und einem Hauch von schlechtem Gewissen bewegte uns dann aber doch dazu, noch ein paar Pakete Tee zu kaufen. Nachdem wir das Teegeschäft samt unseren Einkäufen verlassen hatten, begaben wir uns auf den Weg zum Himmelstempelpark. Der Himmelstempelpark liegt noch weiter südlich und ist eine große Parkanlage, in der vor allem die Halle des Erntegebts (祈年殿; Qinian Dian) sehenswert ist. Zunächst standen wir am Eingang jedoch vor einer mit reichlichen Blumen bestückten Weltkarte in chinesischer Ausführung. Mit „chinesischer Ausführung“ meine ich, dass nicht etwa Europa in der Mitte liegt, sondern China. Links von China ist folglich der europäische und afrikanische, rechts der nord- und südamerikanische Kontinent abgebildet. Dies ist jedoch nicht wirklich verwunderlich, so heißt China schließlich auf Chinesisch „中国“ (Zhongguo), also übersetzt „Land der Mitte“.

Tag 7: Chinesische Mauer (Jiankou)

Dieser Tag sollte für uns der beeindruckenste der gesamten Reise werden. Am vorletzten Tag unseres Beijing-Urlaubs sind wir noch ein zweites Mal zur Chinesischen Mauer gefahren, dieses Mal aber zu dem Mauerabschnitt von Jiankou (后箭扣长城; Hou Jiankou Changcheng). Die Chinesische Mauer von Jiankou ist ein unrestauriertes, sogenanntes „wildes“ Teilstück der Mauer, welches von deutlich weniger Touristen besucht wird als der restaurierte Abschnitt von Mutianyu. Gemeinsam mit einem Chinesen, den wir am Vortag kennengelernt hatten, fuhren wir an den Fuß des Berges, auf dem die Mauer sein sollte. — Eine detaillierte Ausführung zu unserem Aufstieg und dem atemberaubenden Besuch der Mauer von Jiankou findest Du in meiner Reportage Die Chinesische Mauer – Ein Ort, den jeder gesehen haben sollte — Nach diesem spektakulärem Ausflug, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird, folgte ein ebenfalls spektakuläres Abendessen. Zhengxing, unser chinesischer Bekannter, lud uns ein, gemeinsam mit seiner Familie zu Abend zu essen. In einem eigenen Separee eines noblen Beijinger Restaurants speisten wir verschiedenste lokale Spezialitäten. Der Vater von Zhengxing brachte uns zudem bei, wie man die Peking Ente richtig ist, was sich nochmal von der Art und Weise unterschied, wie ich sie zu Beginn der Woche aß. Besser hätte dieser Tag wohl nicht enden können und ich kann von Glück sprechen, dass wir das Privileg hatten gemeinsam mit einem Einheimischen die Chinesische Mauer ein zweites Mal besucht zu haben.

Tag 8: „Travel Around The World“

Kein Tag unserer Reise nach Beijing war einer, an dem wir nicht etwas Spannendes erlebten. Heute führte uns unser Weg, erneut mit Zhengxing als „Tourguide“, zum Sommerpalast (颐和园; Yihe Yuan), einer Tempelanlage etwas außerhalb der City gelegen. Dieser diente den Kaisern als Rückzugsort und ist mit einer Vielzahl von Tempeln, Gärten und Pavillons ausgestattet. Zusätzlich zur Besichtigung der Tempel fuhren wir mit einem kleinen Motorboot über den im Sommerpalast gelegenen Kunming-See (昆明湖; Kunming Hu), was eines der Highlights des Tages war. Nachdem wir den Sommerpalast ausgiebig besichtigt hatten, aßen wir gemeinsam zum Mittag und verabschiedeten uns im Anschluss von Zhenxing, der noch einen Termin hatte. Den letzten Abend ließen wir dann noch mit einem bzw. einigen Cocktails ausklingen. Der „Travel Around The World“ war einer davon. Dieser passte nicht nur namentlich sehr gut zu uns, sondern schmeckte auch äußerst gut.

FAZIT: Beijing ist eine Stadt, in der man sich problemlos eine Woche lang aufhalten kann und die in keiner China-Reise fehlen sollte. Wir haben während der vergangen Tage wahnsinnig viel erlebt und wollen keinen Programmpunkt davon missen, selbst nicht den Ausflug nach Mutianyu. Neben vielen historischen Tempelanlagen und weltberühmten Sehenswürdigkeiten bietet Beijing auch Szene-Cafés und Plätze, an denen man fernab des Trubels entspannen kann und in das ursprüngliche China eintauchen kann. Für mich wird es definitiv nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich diese vielseitige und moderne Metropole besucht habe!


Du möchtest auch mal nach Beijing reisen und weißt nicht genau, was Du Dir anschauen sollst? Schreib Deine Fragen in die Kommentare, sodass ich Dir Tipps geben kann, was die absoluten Must-Sees der Stadt sind!

TV-Interview

Und, haben Euch die Bilder der letzten Tage gefallen? Nun seid Ihr schon ganz gespannt auf das versprochene Interview, welches ich dem Fernsehsender Shaanxi TV gegeben habe? Dann klickt einfach auf „▶“ und schaut es Euch an! Viel Vergnügen 😉

Alternativ ist das Video auch unter Shaanxi-TV oder meinem YouTube-Kanal einsehbar.

Buddha

Place: 西安博物馆 (Xi’an History Museum)

Time: Sunday, 3. September 2017

Description: A historic Statue of Buddha seen in the Xi’an history Museum.

The Lion

Place: 嘉午台 (Jia Wu Tai Mountain)

Time: Sunday, 17. September 2017

Description: A lion statue in front of some Chinese characters at Jia Wu Tai Mountain.

Jia Wu Tai Mountain

Place: 嘉午台 (Jia Wu Tai Mountain)

Time: Sunday, 17. September 2017

Description: Colourful flags marking the entrance to an old temple at Jia Wu Tai Mountain.

Ice-Cream Cones

Place: 回族区 (Muslim quarter)

Time: Saturday, 16. September 2017

Description: The Muslim quarter with its many different Shops is a great place to discover new things!

TV-Interview – Wie man als Ausländer im Ausland zur Berühmtheit wird

Nachdem ich inzwischen aus Beijing zurück bin (Reisebericht & Reportage) und heute mein Midterm-Exam geschrieben habe, habe ich nun endlich die Zeit gefunden, einen neuen Blogbeitrag zu schreiben. Viel Spaß beim Lesen!


Ausländer sind für viele Menschen häufig sehr spannend und stehen daher – ob gewollt oder ungewollt – des Öfteren im Mittelpunkt. Dies habe ich schon damals während meines Auslandsjahres in den USA festgestellt, wo mich jeder kannte und ich auf der Straße teilweise namentlich von Personen angesprochen wurde, die mir zuvor noch nie begegnet waren. Hier in China ist es ähnlich, nur in einer ganz anderen Dimension: Egal ob bei der Terrakotta-Armee oder auf dem Tiananmen-Platz in Beijing, als Europäer fällt man in China auf! Gerade wenn man groß und blond ist, so wie ich, rückt die eigentliche Attraktion (Terrakotta-Armee etc.) für viele Asiaten schnell in den Hintergrund, denn dann ist plötzlich der Europäer, also in dem Fall ich, die Attraktion. Dies ist vor allem in ländlicheren Gebieten oder in Gebieten, die von der Landbevölkerung mit Vorliebe bereist werden, der Fall. Schon oft musste ich an solchen Plätzen für ein Foto herhalten, was mir überhaupt nichts ausmacht, sofern ich vorher gefragt werde, was jedoch nicht immer der Fall ist. Und wenn doch, dann hat man schnell mal den Arm eines Chinesen oder einer Chinesin auf seinen Schultern liegen, so als ob man sich schon Jahre kennen würde und bestens befreundet wäre. Ich finde dies zumeist sehr amüsant und freue mich, dass ich den Menschen mit einer solchen Kleinigkeit eine verhältnismäßig so große Freude bereiten kann.

Neben solchen netten, wenn auch in einer Großstadt wie Xi’an nicht alltäglichen Begegnungen, hatte ich vergangenen Donnerstag die Möglichkeit, zu einer noch größeren „Berühmtheit“ zu werden.

Bereits vor einigen Wochen nahm ich an dem Fotowettbewerb „Shaanxi in My Eyes“ teil. Shaanxi ist eine von 22 chinesischen Provinzen, aber vor allem die, in der Xi’an liegt und die somit nun zu meinem zu Hause geworden ist. Die Organisatoren des Wettbewerbs, welcher in verschiedenen Magazinen und Online-Plattformen promotet wurde, hatten die Intention, Shaanxi aus der Perspektive eines bzw. mehrerer Ausländer, die über unterschiedlich lange Zeiträume in Shaanxi leben, darzustellen. Insgesamt wurden über 1000 Bilder eigesendet und ich war tatsächlich einer der sieben Fotografen, dessen Bilder ausgewählt wurden. Gleich vier meiner Bilder wurden ausgewählt und in einer Ausstellung in einem Buchladen, in dem in der vorherigen Woche noch eine National Geographic Ausstellung war, ausgestellt. Für mich als begeisterter Hobbyfotograf war es zwar nicht die erste Ausstellung, dafür aber die mit Abstand größte und vor allem die spannendste. Zudem war es das erste Mal, dass ich Geld durch meine Fotos verdient habe, da alle ein Preisgeld bekommen haben. Einige Tage nach der Eröffnungszeremonie, welche, ironischer Weise, ausschließlich auf Englisch war und vom lokalen Fernsehsender aufgezeichnet wurde, erhielt ich vom selben Sender eine Interviewanfrage. Shaanxi TV wollte mich zu meinen Bildern interviewen! Zwar wurden auch zwei der anderen Fotografen interviewt, dennoch war und bin ich mächtig stolz darauf nicht nur meine Bilder in der Ausstellung zu haben, sondern auch ein TV-Interview gegeben zu haben! Dieses fand einige Tage später in den Ausstellungsräumen statt und behandelte die Themen, die ich erwartete: Was ich in Xi’an mache, was mich an der Provinz fasziniert, wie ich zur Fotografie gekommen bin und, was die Geschichte hinter meinen Bildern ist. Mir machte es große Freude die Fragen zu beantworten und das Interview zu geben. Vor allem aber erwartete ich mit großer Spannung, was davon am Ende auch ausgestrahlt wurde.

Ich sehe es zugleich als Erfolg und als Privileg, meine Bilder in einer so tollen Ausstellung präsentieren zu dürfen und die Geschichte dahinter erzählen zu dürfen. Hierdurch kann ich nicht nur zum Austausch zwischen zwei doch sehr unterschiedlichen Kulturen beitragen, sondern vielmehr meine Botschafterrolle erfüllen und schlussendlich – so hoffe ich – zur Völkerverständigung beitragen, was meiner Ansicht nach mit die wichtigsten Ziele eines Freiwilligendienstes sind.


In den nächsten fünf Tagen werde ich täglich jeweils eines der vier Bilder posten, die in der Ausstellung ausgestellt sind. Am fünften Tag werde ich dann den Link zu meinem phänomenalen TV-Interview uploaden, welches definitiv sehenswert ist und durch die Synchronisierung durchaus recht lustig sein mag. Seid also gespannt und schaut in den nächsten Tagen wieder auf meinem Blog vorbei! Wenn Ihr den spannenden Beitrag zu meiner Beijing Reise und die Reportage über meinen atemberaubenden Ausflug zur Chinesischen Mauer, die bereits nächste Woche folgen werden, nicht verpassen wollt, dann abonniert doch gleich meinen Blog, solltet Ihr dies noch nicht getan haben 😉