Niuroupaomo – ein Gericht, bei dem man im Restaurant selbst Hand anlegen muss

In den nächsten Wochen stelle ich euch insgesamt drei Gerichte vor, die Spezialitäten von Xi’an sind und jeweils eine ganz besondere Geschichte haben. Freue dich auf die wohl längste Nudel der Welt mit dem gleichzeitig kompliziertesten Schriftzeichen der Welt, die Urform des Hamburgers und auf ein Gericht, bei dessen Zubereitung der Restaurantgast selbst Hand anlegen muss. Zusätzlich empfehle ich gerne noch einmal meine Reportage über den chinesischen Feuertopf.

Kannst du dir vorstellen von einem Koch gebeten zu werden, ein Teil deines Essens selbst zuzubereiten? Z.B. das Gemüse für deiner Suppe kleinzuschneiden? Nein? Nun ja, genau das passiert, wenn man in Xi’an Niuroupaomo bestellt. Um das Gericht zuzubereiten muss nämlich ein Brötchen in möglichst kleine Stücke zerbröselt werden, je kleiner desto besser. Um dies zu gewährleisten und die aufwendige Arbeit nicht selbst erledigen zu müssen, wird die Aufgabe einfach an den Gast übertragen. Und so saß ich schon öfters im Restaurant mit einer Schüssel vor mir, in die ich geduldig mein Brötchen bröselte. Zur Einordnung: Meine Bestzeit war eine halbe Stunde, in der Regel brauche ich sogar vierzig Minuten. Chinesen sind zwar häufig schneller, brauchen aber auch mindestens eine viertel Stunde. Wenn man sozusagen fertig gebröselt hat bringt man die Schüssel zum Koch, der diese dann mit einer Brühe aus Fleisch und Nudeln befüllt (und dafür keine fünf Minuten braucht). Das daraus entstehende Gericht ist nicht nur wahnsinnig lecker, sondern zugleich unwahrscheinlich sättigend. Solltest du auch einmal in Xi‘an Niuroupaomo bestellen, wunder dich also nicht, wenn der Koch dir eine Schüssel und ein Brötchen gibt, jetzt weißt du ja was zu tun ist.

C wie Chuzuche (Teil 29)

Chuzuche (出租车) ist die chinesische Übersetzung für Taxi. Bei diesen gibt es gleich mehrere Dinge zu beachten, zum Beispiel dass es offizielle und inoffizielle gibt. Die inoffiziellen Taxis erkennt man schlichtweg daran, dass man sie nicht erkennt. Sie haben weder einen Taxischriftzug noch eine besondere Lackierung, sondern stoppen einfach am Straßenrand, wenn man so aussieht, als brauche man eines. Als Ausländer ohne Sprachkenntnisse ist es ratsam sich von solchen inoffiziellen Taxis fernzuhalten, da ein Taxameter fehlt und man leicht über den Tisch gezogen werden kann. Ebenfalls gibt es häufig Männer auf Motorrollern, die Personen häufig sehr preiswert von A nach B befördern. Generell sind aber auch die offiziellen Taxis in China sehr billig und kosten so manches Mal so viel wie ein Busticket in Deutschland. Ach ja, und noch eine Kleinigkeit: Auch wenn die günstigen Preise für Ausländer verlockend sind, sollte man selbst mit einem offiziellen Taxi nur dann fahren, wenn man den Weg beschreiben kann oder zu einer bekannten Sehenswürdigkeit möchte, die Mehrheit der Taxifahrer hat nämlich zumindest in Xi‘an kein Navi und spricht kein Englisch.

Was war deine interessanteste Erfahrung bei einer Taxifahrt im Ausland? Schreibe deine Erlebnisse in die Kommentare.

Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 28 über Glücks- und Unglückszahlen.

Verkaufsstrategie: Belagerung (Teil 26)

Für mich war es anfangs erst einmal total nervig: Sobald ich ein Geschäft betrat, kam gleich ein Verkäufer und folgte mir auf Schritt und Tritt während ich mich versuchte umzugucken. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und weiß, dass es zu der chinesischen Mentalität gehört, seinen Gast (oder in dem Fall seinen Kunden) zu umsorgen. Im Restaurant ist es ähnlich: Sobald man eintritt, wird gleich gefragt was man bestellen möchte. In Ruhe über die Speisekarte gucken zu können ist schwierig. Von der anderen Seite betrachtet ist es auch irgendwie bemerkenswert, wie sehr man als Kunde wertgeschätzt wird.

Warst du schon einmal in China und kannst diese Erfahrung teilen? Schreibe deine Meinung in die Kommentare.

Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 25 über die Gewohnheit vieler Chinesen auf die Straße zu spucken.

Spucken & Rülpsen – Vorurteil oder Realität? (Teil 25)

Auch wenn Chinas Regierung das Land nach außen als modern und fortschrittlich darstellt, gibt es innerhalb der Bevölkerung doch noch einige Gewohnheiten, die dieses Bild für viele Westler unglaubwürdig erscheinen lässt: Hierzu gehört vor allem die Angewohnheit vieler Chinesen auf die Straße zu spucken, die Nase zu putzen gilt nämlich als noch unschöner. Das Vorurteil, das Chinesen beim Essen rülpsen, kann ich übrigens nicht bestätigen.

Kennst du weitere Vorurteile über Chinesen und willst wissen, ob sie stimmen? Schreibe in die Kommentare und ich sage dir, ob das Vorurteil meiner Erfahrung nach zutreffend ist.

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Groß vs. klein (Teil 24)

Es ist kein Vorurteil, sondern Realität: In den USA ist im Vergleich zu Deutschland vieles größer, in China kleiner. Egal ob die Höhe des Waschbeckens, des Türspions oder der Tische und Stühle. Die Deckenhöhe und die Höhe der Türen sind ebenfalls geringer, auch im Treppenhaus muss man so manches Mal den Kopf einziehen. Darüber hinaus fallen auch die Konfektionsgrößen kleiner aus, denn die Chinesen selbst sind es auch: Deutsche Frauen sind im Schnitt 7 cm, deutsche Männer sogar 9 cm größer. In den USA musste ich damals alles eine Größe kleiner kaufen, hier in China nun alles mindestens eine größer.

Hast du auch schon einmal Länder bereist, in denen dir aufgefallen ist, dass manche Sachen kleiner oder größer sind als in Deutschland? Schreibe deine Beobachtungen in die Kommentare.

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Der 100-Yuan-Schein (Teil 23)

Die meisten Chinesen zahlen schon seit einigen Jahren nicht mehr mit Bargeld oder Kreditkarte, sondern vor allem per Handy mit WeChat Pay oder Alipay. Dies hat neben der Schnelligkeit noch einen weiteren großen Vorteil: Der größte Geldschein in der Volkrepublik China ist der 100-Yuan-Schein, der gerade einmal etwas mehr als zehn Euro wert ist, was selbst für China nicht besonders viel ist. So musste ich beispielweise mit einem Bündel aus über 150 100-Yuan-Scheinen meine Studiengebühren zahlen, da ich damals noch kein chinesisches Konto hatte. Die vom Wert her kleinste Münze ist übrigens umgerechnet 1,3 Cent wert, also etwas mehr als unser 1-Cent-Stück. Die Gestaltung der Geldscheine ist sehr einfach gehalten: Auf jedem Schein ist das Portrait von Mao Zedong.

Kannst Du Dir vorstellen, in Zukunft nur noch mit dem Handy zu bezahlen? Schreibe Deine Meinung in die Kommentare!

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Der Ausländerbonus (Teil 21)

Das man als Europäer in China auffällt ist wohl keine große Überraschung, dafür aber vielleicht der Fakt, dass Europäer häufig besser behandelt werden. So zum Beispiel im Hinblick auf Kulturunterschiede: Einem Europäer wird es schnell verziehen, wenn er in ein Fettnäpfchen tritt, kann er ja schließlich nicht wissen. Koreaner oder Thailänder haben es da schon schwerer, sie sehen den Chinesen ja irgendwie noch recht ähnlich. Darüber hinaus bekommt man beispielsweise auch hin und wieder kostenlose Getränke in einer Bar, da die Anwesenheit eines Europäers weitere Gäste anlockt und man somit zu einer Art USP für die jeweilige Location wird. Der „Ausländerbonus“ geht sogar so weit, dass man auf offener Straße angesprochen wird (so wie mir bereits mehrmals geschehen), ob man nicht als Englischlehrer arbeiten möchte, schließlich ist man der Ansicht vieler Chinesen nach viel authentischer im Unterrichten, als es ein Chinese wäre. Sicherlich ist ein solcher „Ausländerbonus“ für Expats oftmals ein Vorteil, dennoch ist dies häufig auch kritisch zu bewerten.

Was hälst Du vom Ausländerbonus? Schreibe Deine Meinung in die Kommentare!

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Eintritte & Studentenrabatte (Teil 19)

Dies ist ein Bereich, an denen sich viele Länder (auch Deutschland) ein Beispiel an China nehmen können: Alle staatlichen Museen sind kostenlos. Und alles andere? Studenten und Schüler zahlen bei fast allen Sehenswürdigkeiten in China nur die Hälfte, sofern sie einen entsprechenden Ausweis vorlegen können. Ein deutscher Schüler-/Studentenausweis erfüllt ebenfalls seinen Zweck, auch wenn man davon ausgehen kann, dass diesen kein Chinese lesen kann. Was Studenten ebenfalls erfreuen wird: Alle Clubs sind kostenlos bzw. verlangen keinen Eintritt, dafür muss man allerdings für die Getränke etwas mehr bezahlen.

Wie findest Du meine wöchentlichen Beiträge der Kategorie China für Einsteiger? Schreibe mir Deine Meinung in die Kommentare!

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Smog (Teil 18)

Eine der unschönen Seiten Chinas ist das Problem mit dem Smog, also einfach ausgedrückt verschmutzter Luft. Gerade in den Großstädten ist die Belastung durch Feinstaub besonders groß, wobei Verursacher nicht nur Autos und Fabriken, sondern im Winter vor allem veraltete Heizungen sind. Daher ist die Belastung in den Wintermonaten auch überdurchschnittlich hoch. Gesundheitsgefährdend ist vor allem der Staub mit der Bezeichnung PM2.5, der sich in der Lunge festsetzt und bei langfristiger Aussetzung gefährlich sein kann. Aus diesem Grund sieht man ab Messwerten von 150 oder drüber (zum Vergleich: In europäischen Städten liegen die Werte meist deutlich unter 50) auch vermehrt Menschen mit Smogmasken auf der Straße. Für eine reguläre Urlaubsreise ist jedoch i.d.R. keine Smogmaske nötig, zumal mehrere Faktoren zusammenspielen müssen, um wirklich gefährlich hohe Werte zu erzeugen. Diese kann man übrigens ganz einfach in speziellen Apps einsehen. Der höchste Wert, den ich bisher erlebt habe, war knapp über 750. Bei solch hohen Werten bleibt man nach Möglichkeit zu Hause und die Schulen bleiben geschlossen.

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Keine Sorge, in China findet man wirklich alles! (Teil 17)

Naja, zumindest fast alles. Egal ob es die deutsche Rittersport-Schokolade ist, die man so gerne isst, oder man passende Dekoration sucht, um es sich zur Osterzeit in China gemütlich zu machen, man findet so ziemlich alles. Die „Garantie“ dafür, hat man spätestens seitdem es Taobao und JD gibt, die zwei bekanntesten chinesischen Versandhäuser, die selbst frisches deutsches Brot liefern. Wenn man als Tourist in China unterwegs ist, findet man jedoch auch viele westliche Artikel in speziellen Supermärkten, wie beispielsweise der Großhandelskette METRO. Auch ein Besuch im schwedischen Möbelhaus IKEA lohnt sich, nicht nur für das Essen, sondern auch, um die von uns so geliebten Einrichtungsgegenstände zu finden.

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