Was verkaufen die Straßenhändler in China? (Teil 15)

Gefühlt alles! Angefangen bei ganzen Mahlzeiten und Snacks über Markenplagiate, Unterwäsche, Kalligrafie-Utensilien, Kinderspielzeug, Handyzubehör und Gemälden bis hin zu lebenden Tieren wie Schildkröten, Mäusen und teilweise sogar Hunden findet man alles. Leider stimmt es im Übrigen, dass man in China an vielen Ecken noch immer lebende kleine Tiere wie Fische und Schildkröten in kleinen Kugeln oder beutelartigen Behältnissen als Schlüsselanhänger kaufen kann. So makaber es auch ist: Die Hersteller werben damit, dass diese durch eine nährstoffreiche Flüssigkeit bis zu drei Monate lang überleben können, was durch die fehlende Sauerstoffzufuhr aber wahrscheinlich noch nicht einmal gegeben ist.

Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für EinsteigerLese hier Teil 14 über Tee, heißes Wasser und Baijiu.

Heißes Wasser und Baijiu – Was Chinesen gerne trinken (Teil 14)

In China ist heißes Wasser (热水, Reshui) wohl fast so beliebt wie Tee (茶, Cha). Häufig gibt es beide Getränke sogar kostenlos zum Essen dazu. Bei Getränkespendern hat man hingegen die Auswahl zwischen kaltem und heißem Wasser, wobei das vermeintlich kalte Wasser eher als lauwarm einzustufen ist, da es sich direkt neben dem heißen befindet und sich dadurch gleich mit erhitzt. Wasser aus der Leitung sollte man hingegen nicht trinken. Neben heißem Wasser und Tee gibt es auch häufig westliche Softdrinks (Cola, Fanta, Sprite etc.) zu kaufen, die wie das chinesische Bier überraschend preiswert sind. Wer auf seinen morgendlichen Kaffee nicht verzichten möchte, muss dafür in China in Kauf nehmen, für diesen mehr als für sein ganzes Mittagessen zu zahlen. Zu guter Letzt darf an dieser Stelle natürlich der Baijiu (白酒) nicht unerwähnt bleiben, ein Schnaps, der eine Alkoholkonzentration von 50-65 Vol.-% hat und auch gerne bei Geschäftsessen konsumiert wird.

Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 13 über das chinesische Essen.

Das Highlight eines jeden Tages – Das Essen (Teil 13)

In China kann man schnell das Gefühl kriegen, dass es so viele Gerichte wie Menschen gibt. Auch wenn dies eine starke Übertreibung ist, gibt es viele Gerichte, die wir als Westler noch nie zuvor gesehen haben und auf Anhieb auch nicht identifizieren können. Da man die chinesische Sprache womöglich noch nicht beherrscht, ist es ratsam, sich ein Restaurant auszusuchen, welches Bilder auf der Speisekarte hat. Selbstverständlich kann man sein Essen auch gleich in einer der vielen Garküchen auf der Straße kaufen, sollte dabei jedoch nicht zu hohe Hygieneansprüche haben. Wird man von einem Verkäufer bzw. von einer Bedienung gefragt, ob das Essen „la“ (scharf) sein soll, sollte man je nach Region eher ablehnen, da Chinas Küchen (vor allem die in Sichuan) häufig deutlich schärfer sind als europäische. Trinkgeld gibt man in chinesischen Restaurants im Übrigen nicht.

Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 12 über die hilfreichsten Offline-Übersetzer.

Du kannst kein Chinesisch? Lade dir einen Offline-Übersetzer runter (Teil 12)

Da nur ein kleiner Bruchteil der Chinesen Englisch sprechen, sollte man sich vor einer Reise nach China auf jeden Fall einen Übersetzer herunterladen, am besten eine Version, die auch offline funktioniert. Zu empfehlen sind hier die Apps Pleco, Hanping Chinese und der Translator von Bing. Mit letzterem kann man auch ohne ein kostenpflichtiges Plug-In zu erwerben ganz einfach ein Dokument abfotografieren, was dann innerhalb von wenigen Sekunden auf Deutsch oder Englisch übersetzt wird.


Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung oder Erkenntnis, die ich in China gemacht bzw. gewonnen habe. Alle bisher geposteten Texte findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 11, in dem Du erfährst was zu tun ist, sollte die Happy Birthday Melodie auf der Straße ertönen.

Spring zur Seite, wenn du die Melodie von „Happy Birthday“ hörst! (Teil 11)

In einigen chinesischen Großstädten fahren täglich unzählige Fahrzeuge auf und ab, die die Straße mit Wasser besprühen. Unabhängig von der Sinnhaftigkeit dieser Praktik sollte man sich vor diesen Reinigungsfahrzeugen in Acht nehmen, denn der Wasserstrahl reicht häufig bis auf den Bürgersteig. Um die Passanten zu warnen spielen die meisten Fahrzeuge eine Melodie, häufig die von dem uns bekannten Happy Birthday Song.


Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 10 über die Gefahr bei der Verwendung von Handys im Straßenverkehr.

Smombie – bitte nicht in China! (Teil 10)

Der Verkehr in China ist für Ausländer schon gewöhnungsbedürftig und gleicht häufig einem Abenteuer. Zebrastreifen und Ampeln sind für so manchen Chinesen noch immer unbekannte Objekte, auch wenn es auf den Straßen Chinas im Vergleich zu vielen anderen asiatischen Ländern überraschend „zivilisiert“ zugeht. Dennoch kann es hin und wieder schon mal passieren, dass einem auf einer Fußgängerbrücke ein Motorrad entgegenkommt oder der Bürgersteig als Abkürzung genutzt wird. Wer hier auf sein Smartphone guckt oder mit Kopfhörern Musik hört, riskiert dabei einen Unfall, den man während eines Urlaubs wohl doch eher vermeiden möchte.


Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 9 über die Folgen eines heftigen Regengusses.

Warnung vor dem Phänomen der Eintagsseen (Teil 9)

Dieser etwas überspitzt gemeinte Neologismus soll verdeutlichen, was passiert, wenn es in einer chinesischen Großstadt kräftig regnet: Die Böden der Städte sind zu einem so großen Teil versiegelt und die Eingänge zur Kanalisation so rar, dass sich häufig riesige Pfützen bilden, die man nicht umrunden sondern durchqueren muss. Gute Schuhe sollte man bei Regen insofern eher nicht anziehen, es sei den man tut es einigen Chinesen gleich, die sich zuvor eine Plastikhülle für die Schuhe gekauft haben und diese über die Schuhe streifen. Dies ist zwar nicht besonders schick und sieht zumeist recht amüsant aus, erfüllt aber seinen Zweck.


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Hund, Skorpion und Co: Wird das wirklich gegessen? (Teil 8)

Westliche Kulturen haben häufig die tollsten Vorstellungen, was in Fernost, vor allem in China, alles gegessen wird. Ob Hund, Skorpion oder Innereien, die Chinesen essen doch eh alles, heißt ein vielerorts verbreitetes Vorurteil. Tatsächlich lässt sich dies aber natürlich nicht so pauschal sagen. Hunde werden nur vereinzelt im Süden von China gegessen, was selbst für die meisten Chinesen nicht nachvollziehbar ist. Skorpione, Maden und ähnliche Snacks sind zwar hin und wieder zu finden, meistens aber nur für Touristen, die denken, dass jeder Chinese dies isst. Andere für uns sonderbare Dinge werden aber tatsächlich gegessen: Magen, Lunge, getrocknetes Entenblut oder Hühnerfüße sind nur einige Beispiele. Tatsächlich findet man häufig auch ganze Entenköpfe oder auch ein ganzes Schweinehirn. Lässt man sich auf diese Sachen ein (letztere zwei habe ich noch nicht gegessen), schmecken sie aber zumeist nicht besonders schlecht, die Hühnerfüße würde ich allerdings nicht unbedingt weiterempfehlen.


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Meine Reise nach: Nanjing (南京)

Wie in meinem Artikel „Die interessanten Bedeutungen von chinesischen Städtenamen“ bereits beschrieben, heißt Nanjing übersetzt „Südliche Hauptstadt“. Doch der historische Hintergrund ist nur einer von vielen, warum Nanjing ein lohnenswertes Ausflugsziel ist.

Unweit von Shanghai entfernt, in der chinesischen Provinz Jiangsu gelegen, hat sich Nanjing zu einer wichtigen und aufstrebenden Metropole Chinas entwickelt, die nicht nur von ausländischen Investoren, sondern ebenfalls von zahlreichen Studenten geschätzt wird. Die Universitätsstadt ist im Vergleich zu vielen chinesischen Städten überraschend westlich geprägt, hat viele schicke Cafés und ist generell ungewöhnlich grün.

Der Purple Mountain (紫金山) ist sowas wie der Central Park von Nanjing, eine riesige Parkanlage im Osten der Stadt. Innerhalb des dicht bewaldeten Parks finden sich die meisten historischen Sehenswürdigkeiten Nanjings, darunter auch das Sun-Yat-sen-Mausoleum (中山陵) sowie das Ming-Xiaoling-Mausoleum (明孝陵). Um zum Sun-Yat-sen-Mausoleum zu gelangen, muss man zunächst hunderte von Stufen erklimmen, da das Mausoleum an einem Berghang errichtet wurde. Doch der Aufstieg, der anstrengender klingt als er tatsächlich ist, lohnt sich, denn bei schönem Wetter belohnt zusätzlich die tolle Sicht auf Nanjing. Der Name des Sun-Yat-sen begegnet einem in Nanjing immer wieder, denn hier wurde er zum ersten Präsidenten der Republik China ernannt. Unter anderem deshalb wird er noch heute sowohl in der Volksrepublik China als auch der Republik China auf Taiwan von vielen Menschen verehrt. Außerhalb des Parks, in dem man ohne Probleme einen ganzen Tag verbringen kann, sind zwei der Hauptsehenswürdigkeiten Nanjings das Nanjing-Museum (南京博物馆) und der Präsidentenpalast (总统府). Der äußerst sehenswerte Präsidentenpalast, der auf dem Fundament eines Palastes aus der Ming-Dynastie errichtet wurde, diente unter anderem der Regierung von Sun-Yat-sen als Amtssitz. Doch neben dem geschichtlichen Nanjing und den Mausoleen, Museen und Denkmälern, gibt es auch das moderne Nanjing. Der 1912 District ist beispielsweise eine bekannte Adresse für Expats und somit für westliche Restaurants und Cafés, aber auch für Bars und Diskotheken. Rund um Xin Jie Kou (新街口), dem Zentrum Nanjings, gibt es ebenfalls viele Cafés und Malls mit internationalen Designer-Marken, deren Produkte im Vergleich zu Deutschland aufgrund der hohen Luxussteuer jedoch zumeist sehr teuer sind. Ein paar Kilometer weiter nördlich von Xin Jie Kou befindet sich im Übrigen das dritthöchste Gebäude der Volksrepublik, der Zifeng Tower (紫峰大厦), welcher noch einmal mehr die Modernität und den Fortschritt Nanjings unterstreicht.

Für mich war Nanjing die lange Anreise von Xi‘an wert, dennoch würde ich behaupten, dass die Stadt auf einer Reise nach China kein Must-See ist. Wenn man sich aber näher mit chinesischer Geschichte beschäftigen möchte, vor hat in China zu studieren, oder sich aus wirtschaftlichen Interessen in China befindet, kann Nanjing ein durchaus lohnenswertes Ziel sein.

Im Anschluss an meine dreitägige Reise nach Nanjing bin ich noch weiter nach Suzhou gereist, eine Stadt, die noch einmal ganz anders als Nanjing ist. Die Kanalstadt, die häufig als das „Venedig Chinas“ bezeichnet wird, sollte man hingegen keinesfalls verpassen.

Folge mir auf Instagram, um noch mehr Bilder von meinem China-Abenteuer zu sehen und als Erster zu erfahren, wenn der Beitrag über Suzhou veröffentlicht wird.

Datenschutz, wozu das denn? (Teil 7)

In China wird man als Ausländer des Öfteren fotografiert, teilweise nach einem höfflichen Anfragen, häufig jedoch auch heimlich. Bei beiden Varianten sollte man natürlich nicht glauben, dass die gemachten Fotos in der privaten Sammlung des Fotografen bleiben. Sie werden in allen Social Media Diensten gepostet, verschickt und geteilt. Der Begriff „Datenschutz“ ist für viele Chinesen in dieser Hinsicht noch immer ein Fremdwort.


Jeden Montag poste ich einen kurzen Text über eine Beobachtung, die ich in China gemacht, oder eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Bitte beachte, dass einige der Texte auf subjektiven Eindrücken beruhen und nicht auf andere Quellen zurückzuführen sind. Alle bisher veröffentlichten Posts findest Du unter der Kategorie China für Einsteiger. Lese hier Teil 6 über die Begeisterung, die ein Weiguoren bei Chinesen auslöst.